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Grüne wählen Katrin Eder zur Spitzenkandidatin für die Landtagwahl

Mai 12, 2025

Viel Gegenwind bekommen die Grünen gerade zum Beispiel beim Landesklimaschutzgesetz – Rheinland-Pfalz soll bis 2040 klimaneutral sein. Auf dem Parteitag der Grünen am Wochenende in Idar-Oberstein allerdings gab es aus den eigenen Reihen Rückenwind für Katrin Eder. Die Umweltministerin soll die Grünen bei der Landtagswahl im nächsten Frühling anführen.
Mit starken 94,6 Prozent wird Katrin Eder am Samstag zur Spitzenkandidatin für die Landtagswahl in knapp einem Jahr gewählt. Hinter Eder wird die Vorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion Pia Schellhammer auf Platz zwei und Integrationsministerin Katharina Binz auf Platz drei gewählt. Mit dem Mainzer Frauen-Trio will die Partei ein Signal der Geschlossenheit senden.

Katharina Binz (Bündnis 90 / Die Grünen), Ministerin für Familie, Frauen, Kultur und Integration des Landes Rheinland-Pfalz
„Katrin, Pia und ich. Wir drei, wir können uns einfach aufeinander verlassen. Und deshalb bin ich so froh, dass wir mir Katrin als Spitzenkandidatin in die Landtagswahl ziehen. Weil ich sie schon so lange kenne und weiß, dass es immer ihr Ansporn ist, das Bestmögliche für die Zukunft rauszuholen. Auch wenn es dabei im Hier und Jetzt Kritik auszuhalten gilt.“

Grünes Licht und viel Zustimmung bekommt Katrin Eder am Samstag auch von Delegierten-Seite.

Steffen Hagemann, Kreisverband Kaiserslautern:
„Mit Katrin Eder haben wir, glaube ich, eine ganz starke Kandidatin, die ja auch in den letzten Jahren als Ministerin schon viel für das Land getan hat.“
Jonas König, Kreisverband Mainz:
„Sie ist super belastbar, aber auch zeitgleich total nah bei den Leuten. Die erzählt nicht, was die Leute hören wollen. Die steht wofür sie steht.“
Dörte Bernhardt, Kreisverband Südliche Weinstraße:
„Im Land sind die Grünen stark. Haben ein starkes Klimaschutzgesetz gemacht, da steht die Katrin ganz stark dafür. Und die Achillissehne des Klimaschutzes ist ja die Mobilität und dafür steht Katrin ganz besonders.“

Deutlich weniger Zustimmung am Samstag, vor der Messehalle. Der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz demonstriert gegen Eders geplantes neues Landesjagdgesetz. Zehn tote Rehe und ein Banner mit dem Satz „Wir sind nicht Ihre Auftragskiller“. Der Vorwurf: Die Wildbiologie würde nicht mehr beachtet – es ginge nur noch um eine höhere Abschusszahl zu Nutzen des Forstes und der Waldbesitzer.
Also auch immer wieder Gegenwind für Eder, die zuletzt auch wegen des Landesklimaschutzgesetzes und dem Ziel „Klimaneutral bis 2040“ von Opposition und Wirtschaft viel Kritik erntete.

Katrin Eder (Bündnis 90 / Die Grünen), Spitzenkandidatin Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2026
„Damit sind wir bundesweit nicht allein. Es gibt mehrere Bundesländer, die dieses Ziel haben. Und ich denke, wir sehen die Auswirkungen des Klimawandels in Rheinland-Pfalz eben auch ganz besonders. Und deshalb brauchen wir ein starkes Klimaschutzgesetz.“

In der jüngsten Umfrage zur Landtagswahl liegen die rheinland-pfälzischen Grünen bei nur 9 Prozent. Dennoch sieht die 48-Jährige die klassischen grünen Themen weiter als den entscheidenden Faktor für den Landtagswahlkampf im kommenden Jahr.

Katrin Eder (Bündnis 90 / Die Grünen), Spitzenkandidatin Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2026
„Also Klimaschutz, Umweltschutz, Klimawandel-Anpassung. Natürlich auch die Verkehrspolitik. Wir wissen, dass die Menschen sich darüber freuen, dass sie jetzt in Rheinland-Pfalz auch einen einigermaßen ordentlichen Nahverkehr haben.“

Auch die Debatte über ein AfD-Verbotsverfahren ist heute immer wieder Thema. Der Bundesvorsitzende der Grünen – Felix Banaszak – macht sich für ein Verbot   stark, das nur durch einen Antrag der Bundesregierung, des Bundestages oder Bundesrates beim Bundesverfassungsgericht möglich werden könnte.   15

Felix Banaszak (Bündnis 90 / Die Grünen), Bundesvorsitzender:
„Deswegen möchte ich heute meinen Appell an Friedrich Merz, an Markus Söder, an Jens Spahn und an Alexander Dobrindt wiederholen: Machen Sie den Weg frei dafür, dass das Verfassungsgericht diese Prüfung vornehmen kann. Machen Sie den Weg frei dafür, dass in den Ländern Material gesammelt werden kann.“

Wenn die rheinland-pfälzische Ampelregierung in Umfragen derzeit auch keine Mehrheit hat, das Ziel der rheinland-pfälzischen Grünen ist klar: 2026 erneut – dann das vierte Mal in Folge – Teil der Landesregierung werden.