Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

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Weitere Nachrichten im Überblick

März 17, 2025

Karrieresprung für Klöckner  — Freie Wähler schließen Abgeordnete aus — Kampfmittelräumdienste fast täglich im Einsatz
Anmoderation:
Das milliarden-schwere Schulden-Paket, dass Union, SPD und Grüne morgen im Bundestag beschließen wollen, war schon zu Beginn der Sendung einmal Thema. Inzwischen haben mehrere CDU-Abgeordnete angekündigt, dem Schuldenpaket nicht zustimmen zu wollen. Einer von ihnen soll laut dem Nachrichten-Portal „The Pioneer“ der hessische CDU-Abgeordnete Klaus-Peter Willsch aus dem Wahlkreis Rheingau-Taunus-Limburg sein. Union, SPD und Grünen haben im Bundestag nur 31 Mandate mehr als sie für die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit brauchen. Mit jedem Abweichler wird die Gefahr größer, dass die Abstimmung scheitert.
Und auch unser Nachrichten-Überblick beginnt mit einer Meldung rund um den Bundestag.
Karrieresprung für Klöckner
Die rheinland-pfälzische CDU-Bundestagsabgeordnete Julia Klöckner aus dem Wahlkreis Bad Kreuznach soll neue Bundestagspräsidentin werden. Das hat CDU-Chef Friedrich Merz soeben in Berlin bekannt gegeben. Traditionell stellt die größte Fraktion im Bundestag den Bundestagspräsidenten. Es ist das zweithöchste Amt im Staat – noch vor dem Bundeskanzler.
Freie Wähler schließen Abgeordnete aus
Die Freien Wähler in Rheinland-Pfalz haben ihre Landtagsabgeordneten Bernhard Alscher und Herbert Drumm mit sofortiger Wirkung aus der Partei ausgeschlossen. Das hat der Landesvorsitzende Christian Zöpfchen mitgeteilt.
Der Parteivorstand wirft Alscher und Drumm parteischädigendes Verhalten vor. Beide hatten die Fraktion der Freien Wähler im rheinland-pfälzischen Landtag im Herbst 2024 nach einem internen Streit verlassen. In der Folge hatten die Freien Wähler ihren Fraktionsstatus verloren und sind seit dem als Gruppe mit eingeschränkten politischen Gestaltungsmöglichkeiten und reduzierten Finanzmitteln im Landtag vertreten.
Bernhard Alscher und Herbert Drumm sitzen als parteilose Abgeordnete weiter im rheinland-pfälzischen Landtag.
Kampfmittelräumdienste fast täglich im Einsatz
Auch 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs werden den Kampfmittelräumdiensten in Hessen und Rheinland-Pfalz fast täglich Funde gemeldet. Im Jahr 2024 hat der Kampfmittelräumdienst in Hessen mehr als 60 Tonnen Munition geborgen. In Rheinland-Pfalz waren es 15 Tonnen.
Weltkriegsbomben machen dabei nur einen kleinen Teil aus, teilen die Behörden in beiden Bundesländern mit. Häufiger würden Granaten, Gewehre, Minen und Panzerfäuste gefunden. Wie viel Munition noch unter der Erde schlummere, lasse sich nicht abschätzen.
Musikvereine mit Nachwuchssorgen
Der Hessische Musikverband beklagt schwindende Mitgliedszahlen in den Orchestern, Chören und Spielmannszügen im Land. Eine aktuelle Umfrage zeige, dass 43 Prozent der Musikvereine zu wenige Mitglieder haben, um alle in einem Orchester oder Chor relevanten Positionen zu besetzen. Viele Vereine seien auf externe Unterstützung angewiesen, um Konzerte spielen oder an Veranstaltungen wie Fastnachtsumzügen teilnehmen zu können. Intensive Nachwuchsarbeit sei deshalb wichtig, so der Hessische Musikverband. Außerdem soll eine Kampagne gezielt ältere Menschen ansprechen.
Abmoderation:
Und noch eine Meldung aus Gießen. Dort haben in der Nacht drei geparkte Transporter gebrannt. Sie standen auf einem öffentlichen Parkplatz – in der Nähe der Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete. Die Fahrzeuge gehören zum Gießener Regierungspräsidium, waren aber nicht gekennzeichnet. Sie würden verwendet, um Taschengeld an Geflüchtete zu verteilen. Die Polizei geht davon aus, dass die Transporter absichtlich in Brand gesteckt wurden und sucht jetzt nach Zeugen. Der Sachschaden beträgt nach ersten Schätzungen rund 300.000 Euro.