Streiks in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen
„Heute ist kein Arbeitstag heute ist STREIKTAG! Heute ist kein Arbeitstag heute ist STREIKTAG!“
Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern heute Morgen in Wiesbaden. 20.000 Beschäftigte haben in ganz Hessen heute die Arbeit niedergelegt, um für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen zu demonstrieren.
Vladislav Golyschkin, Krankenpfleger aus der Helios-Klinik Wiesbaden
„Es ist in vielen Einrichtungen so, dass die Kolleginnen nicht nur am Limit sondern wirklich über dem Limit hinaus sind. Die sind ausgebrannt, die können nicht mehr an vielen Stellen und das muss sich verändern.“
Nach zwei Verhandlungsrunden ist bislang noch keine Einigung in Sicht. Die Gewerkschaften wollen mit ihrem Streik den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.
Franziska Liebich, ver.di
„Wir fordern unter anderem acht Prozent mehr Geld, mindestens aber 350 Euro. Wir fordern höhere Zulagen, eine Verbesserung der Zulagen für belastende Tätigkeiten. Wir fordern unter anderem ein ‚Meine-Zeit-Konto‘ und wir fordern drei freie Tage zusätzlich und natürlich nicht zuletzt: wir fordern 200 Euro mehr für Auszubildende, Dual-Studierende und Praktikantinnen.“
Der kommunale Arbeitgeberverband Hessen KAV zeigt heute zwar Verständnis für die Sorgen der Beschäftigten. Die Forderungen gingen allerdings deutlich zu weit.
Burkhard Albers, Hauptgeschäftsführer KAV
„Das sind 8,5 Prozent plus Mindestbetrag. Das heißt, die Forderung summiert sich auf über neuneinhalb Prozent auf. Das bei einer Inflationsrate von etwas über zwei Prozent. Die Forderung ist völlig aus der Zeit gefallen. Auf Sie und mich, auf den deutschen Steuerzahler würde damit ein zweistelliger Milliardenbetrag an Mehrkosten zukommen.“
Morgen gehen die Warnstreiks im öffentlichen Dienst weiter. Dann soll auch an Kitas und in Sozialeinrichtungen die Arbeit niedergelegt werden.









