Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

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Nächstenliebe – Wohnungslose werden in Frankfurt beschert

Dez. 11, 2024

Weihnachten – die Zeit des Gebens. Doch nicht jeder bekommt Geschenke. Markus Machens hat es sich zur Aufgabe gemacht genau diesen Menschen zu helfen. Mit einer großen Spendenaktion beschenken er und sein Team Obdachlose und Suchtkranke in Frankfurt. Türchen Nummer 11 in unserem 17:30 Adventskalender.
Große Bescherung in Frankfurt! Markus Machens und sein Team verteilen schon zum siebten Mal gespendete Pakete an Menschen, die oft von der Gesellschaft übersehen werden. Für Machens ein Herzensprojekt:

Markus Machens, Organisator
„Mir ging es früher selber mal schlecht. Ich war zehn Jahre lang in einer Klinik und habe immer schon an andere Menschen gedacht. Also das Gute im Herzen. Die armen Leute in Deutschland, da wird drüber weggeschaut, es ist mittlerweile Abschaum. Jeder denkt nur noch an sich. Und so ein Paket, höchstens Säcke für 10 -15 Euro, das hat jeder übrig.“

Insgesamt 3.700 Pakete sind in diesem Jahr zusammengekommen. Süßigkeiten, Hygieneartikel, Schals, Mützen, Schlafsäcke und Weihnachtkarten. Dinge, die gerade in dieser Jahreszeit gebraucht werden.

Ronja
„Ich find einfach klasse, dass Menschen an uns denken und uns noch als normal ansehen“
Achim
„Ich freue mich halt, weil ich keine Person mehr hab und das ist dann halt was Schönes, wenn andere Menschen an andere denken.“
Tibor
„Viele Leute spenden für uns, viele Sachen. Decken zum Beispiel, Obst, alles was nötig ist, Schals und Klamotten. Und das ist sehr schön, da danken wir.“

Durch seine Vergangenheit weiß Markus Machens, wie es den Menschen auf der Straße geht. Einige seiner Schützlinge kennt er schon seit vielen Jahren. Die Schicksale gehen ihm sehr nah.

Markus Machens, Obdachlosenhelfer
„Ich bin zwar von außen hart, aber das betrifft mich immer sehr emotional, weil ich manche Leute eins, zwei, drei oder sechs Jahre kenne, die dann praktisch wegsterben.“

Der nächste Halt ist das Frankfurter Bahnhofsviertel. Auch hier ist der Andrang groß, die Pakete sind schnell vergriffen.
In diesem Jahr mit dabei: Mohamed Bousaaidi. Über seinen TikTok-Account nimmt er seine Follower mit zu seiner Arbeit auf der Straße und versucht sie für das Thema zu sensibilisieren. Er selbst hat eine kriminelle Vergangenheit als Dealer überwunden. Er kennt das Viertel und die Konsumenten in und auswendig und nimmt sich Zeit für ihre Bedürfnisse.

Mohamed Bousaaidi
„Die freuen sich immer wieder, wenn Menschen von außerhalb hierher kommen und einfach nur die Liebe verteilen und einfach nur ein offenes Ohr haben. Es muss nicht mal sein, hier mit den Geschenken. Heute ist sowas wie Ostern und Weihnachten für die Menschen. Aber die würden sich auch freuen, wenn nur Menschen mit einem offenen Ohr vorbeikommen.“

Ein offenes Ohr und eine kleine Aufmerksamkeit. Mehr braucht es nicht, um den Menschen eine Freude zu machen.

Markus Machens, Obdachlosenhelfer
„Heute waren alle zufrieden, wie gesagt, ein Sechser im Lotto. Wir haben einen riesen Erfolg heute. Wir haben Sonnenschein, obwohl es kalt ist.“

Für 2025 sind bereits weitere Hilfsaktionen in Planung. In ein paar Jahren geht Machens in Rente. Dann möchte er noch mehr Zeit damit verbringen, Bedürftigen zu helfen.
 

 

Markus Machens, Obdachlosenhelfer
„Heute waren alle zufrieden, wie gesagt, ein Sechser im Lotto. Wir haben einen riesen Erfolg heute. Wir haben Sonnenschein, obwohl es kalt ist.“

Für 2025 sind bereits weitere Hilfsaktionen in Planung. In ein paar Jahren geht Machens in Rente. Dann möchte er noch mehr Zeit damit verbringen, Bedürftigen zu helfen.