Neues Stellwerk für die Riedbahn
Alt und neu liegen sich hier direkt am Gleis gegenüber. In dem neuen elektronischen Stellwerk hat die Bahn moderne Leit- und Sicherungstechnik untergebracht. Die soll dafür sorgen, dass ab Mitte Dezember Weichen und Signale per Mausklick gestellt werden könnten.
Berthold Huber, Infrastrukturvorstand der DB
„Wir haben im Grunde genommen alles, was Krach und Staub macht, fertiggestellt. Also wir haben über 100 km Gleise verlegt, über 100 Weichen verlegt und jetzt kommt eben die feine Technik, nämlich die ganze Signaltechnik, die neu gebaut werden muss.“
Technik, wie diese sogenannten Balisen. Kleine gelbe Kästen, die den gesamten Riedbahnverkehr im Blick behalten.
Guido Rumpel, Leiter Infrastruktur Siemens Mobility
„Und diese Kästen ermöglichen es, dass der Zug seine Position auf der Strecke bestimmen kann. Sie müssen sich vorstellen, dass sie über die gesamte Strecke von 70 km 3.500 dieser Balisen verbaut haben und somit eine ständige Ortung des Zug ermöglichen.“
Berthold Huber, Infrastrukturvorstand der DB
„Das führt dazu, dass der Eisenbahnbetrieb nicht nur sicherer wird, weil der Zug ständig überwacht wird und nicht nur bei jedem Signal, sondern dass sie auch schneller fahren können. Bei der alten Signaltechnik können sie nur 160 fahren, bei der neuen Signaltechnik können Sie 200 fahren.“
Engmaschigere Überwachung für pünktlichere Züge. Die Bahn liege voll im Zeitplan bei der Riedbahnsanierung. Die Kosten liegen bei etwa 1,3 Milliarden Euro. Es ist die erste von insgesamt 41 hochbelasteten Strecken, die in den kommenden Jahren im gleichen Hauruck-Verfahren umfassend saniert und modernisiert werden sollen.
Die Erfahrungen hier sollen dabei helfen.
Im letzten Abschnitt muss nun die neue, feine Signaltechnik komplett durchgecheckt werden. Am 15. Dezember soll dann eine dieser Mäuse wieder grünes Licht auf der erneuerten Strecke geben.









