Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

Kürbisschnitzen für Halloween

Okt. 22, 2024

Nächste Woche ist Halloween. Und was gehört zum Gruselfest? Natürlich Kürbisse. Bei Mutterstadt werden Halloween-Kürbisse für ganz Europa angebaut. In der Pfalz werden sie auch bunt bemalt und sehen dann eher lustig aus, aber es gibt natürlich auch Kürbisse mit Gruselfaktor.
Gruselige, orangefarbene, melonenförmige Köpfe. Genauer Kürbisse und ganz genau, echte Halloween-Kürbisse. In „Deutschlands Gemüsegarten“ bei Mutterstadt ist Erntezeit. Vor 120 Tagen sind hier Kürbiskerne ausgesät worden, und jetzt muss alles schnell gehen, denn die Saison für Halloween-Kürbisse ist kurz. Am 1. November ist alles vorbei.

Stefan de Kock, Gemüsebauer
„Wir haben zwei Erntetruppen. Für das Feld hier hinter mir brauchen die so zweieinhalb Tage und dann ist das Feld sauber – sauber, heißt, die Halloween-Kürbisse sind sortiert und gewaschen.“

Wie das Waschen auf dem Feld genau funktioniert, dürfen wir nicht zeigen. Eine selbsterdachte Konstruktion, nichts für die Augen der Kürbisbauern-Konkurrenz. Die Sorte Halloween-Kürbis stammt aus den USA.

Stefan de Kock, Gemüsebauer
„In Amerika kennt man den Pumpkin Pie und der Pumpkin Pie wird aus Halloween-Kürbissen gemacht. In Deutschland und Europa sehen wir Halloween-Kürbisse als Dekoration für die Halloween-Zeit.“

Reine Dekoration, aber die gleich tonnenweise. Frisch vom Feld werden die Halloween-Kürbisse sofort verladen.

Gerd Renner, Gemüsebauer
„Die gehen nach ganz Europa. Slowenien, Italien, Schweiz, Niederlande, sind so die Abnehmer.“

In der Pfalz werden die Kürbisse traditionell per Hand bemalt. Lustige statt gruselige Köpfe. Sie sollen die bösen Geister milde stimmen. Die erscheinen nämlich am 31. Oktober, in der Nacht vor Allerheiligen. Olivia Königsmann macht in Mutterstadt eine Ausbildung zur Gemüsegärtnerin. Sie stammt aus der Halloween-Hochburg USA und ist Grusel-Kürbis-Schnitzexpertin.

Olivia Königsmann, angehende Gemüsegärtnerin
„Zwei-oder dreimal pro Halloween. Ganz viele Kinder machen das, aber auch Erwachsene zum Beispiel, ich mache das jedes Jahr immer noch, in Deutschland auch.“

Die routinierte Schnitzerin empfiehlt: wackeln statt schneiden.

Olivia Königsmann, angehende Gemüsegärtnerin
„Ich würde sagen, viele Leute machen das so, aber es geht besser hier, ich wackle das nur. Ich denke, es ist auch sicherer.“

Noch eine Kerze in den Kürbis und den Deckel drauf. Jetzt können die Halloween-Geister kommen. Dieser Grusel-Kürbis vertreibt sie garantiert alle.