Weitere Nachrichten im Überblick
Hausarztpraxen überlaufen — „Paladin“-Prozess: Haftstrafe und Bewährung gefordert — Ermittlungen gegen Gießener Bürgermeister eingestellt
Anmoderation:
Am Frankfurter Flughafen hat die Bundespolizei einen international gesuchten mutmaßlichen Betrüger festgenommen. Spanische und italienische Staatsanwälte werfen dem 47-jährigen Geschäftsmann vor, mehr als 3.800 Autos verkauft zu haben, ohne Eigentümer der Fahrzeuge gewesen zu sein. Dadurch habe er einen Schaden von mehr als 30 Millionen Euro verursacht. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft. Und damit zu weiteren kurzen Nachrichten:
Hausarztpraxen überlaufen
In Hessen und Rheinland-Pfalz werden die Hausärzte nach eigenen Angaben seit Wochen geradezu überrollt von Patienten mit Atemwegsinfektionen. Weil auch viele Mitarbeiter erkrankt seien, steige die Belastung in den Praxen. Laut Hessischem Landesgesundheitsamt dominieren derzeit die Erkrankungen mit dem Corona-Virus. Der Hausärzteverband Rheinland-Pfalz erklärte, die Influenza-Saison befinde sich derzeit noch am Anfang. Deshalb sei jetzt der richtige Zeitpunkt für Risikopatienten, sich mit einer Grippeimpfung vor einer Ansteckung zu schützen.
Haftstrafe und Bewährung gefordert
Im Prozess um die Gründung einer bewaffneten Gruppe gegen Corona-Maßnahmen hat die Staatsanwaltschaft heute vor dem Landgericht Koblenz vier Jahre Haft für den mutmaßlichen Rädelsführer gefordert. Der 39-Jährige habe die Treffen der kriminellen Vereinigung namens Paladin initiiert und die Herstellung der Waffen durch einen 3D-Drucker vorangetrieben. Für die beiden anderen Angeklagten forderte sie Haftstrafen von mehr als einem Jahr, die zur Bewährung ausgesetzt werden sollten. Die Verteidigung plädierte für angemessene Strafen ausschließlich wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz. Es sei nur darum gegangen, sich gegen Angreifer etwa bei einem Bürgerkrieg zu wehren.
Ermittlungen eingestellt
Im Zusammenhang mit dem gescheiterten Verkehrsversuch in Gießen hat sich laut Staatsanwaltschaft kein Anfangsverdacht der Untreue gegen den zuständigen Bürgermeister Alexander Wright ergeben. Es lasse sich nicht nachweisen, dass er der Stadt einen finanziellen Schaden zufügen wollte, als er die Bauarbeiten am Anlagenring fortsetzen ließ, obwohl das Verwaltungsgericht den Verkehrsversuch als rechtwidrig eingestuft hatte. Wright sei aufgrund einer juristischen Beratung weiterhin davon ausgegangen, dass der Verwaltungsgerichtshof das Vorhaben doch noch als rechtkonform bewerten könnte. Als das nicht geschah, mussten die Bauarbeiten rückgängig gemacht werden. Mit dem Verkehrsversuch wollte die Stadt die Sicherheit für Radfahrer erhöhen.









