Studiogespräch über aktuellen Spieltag der Fußballbundesliga
Eva Dieterle, Moderatorin:
Und damit kommen wir zum Sport. Die Länderspielpause ist vorbei, es geht weiter in der Fußball-Bundesliga und darüber rede ich jetzt mit meinem Kollegen Robert Murmann. Hallo.
Robert Murmann:
Hallo Eva.
Dieterle:
Robert, was erwartet uns?
Murmann:
Ja, die Länderspielpause ist vorbei, du hast es gesagt, und die kam für manche besser gelegen als für andere. Zum Beispiel Eintracht Frankfurt. Die waren vor der Pause richtig gut drin und jetzt ist die Frage: Können Sie da so nahtlos dran anknüpfen? Der nächste Gegner am Samstag, denn der heißt Bayer 04 Leverkusen, das ist der amtierende deutsche Meister. Die waren vor der Pause so ein bisschen ins Wanken geraten, haben zweimal in der Liga hintereinander nur unentschieden gespielt und konnten jetzt so ein bisschen durchschnaufen natürlich in der Pause. Dino Toppmöller, der Eintracht-Trainer, der ist trotzdem optimistisch, dass seine Mannschaft den Schwung aus dem guten Saisonstart mitnehmen können wird. Und er freut sich auch schon auf das straffe Programm, was jetzt auf seine Eintracht zukommt.
Dino Toppmöller, Trainer Eintracht Frankfurt:
„Wir haben jetzt nur englische Wochen bis zur nächsten Länderspielpause und nach der Länderspielpause kommen wieder nur englische Wochen bis Weihnachten. Das ist schon ein Mammut-Programm, das auf uns zu kommt und da freuen wir uns alle drauf und da brauchen wir auch jeden einzelnen Spieler. Wir wollen einfach genauso weiter machen.“
Murmann:
Und “weitermachen”, das heißt in Frankfurt vor allem eines: oben dranbleiben.
Dieterle:
Und weiter nach oben wollen auch die Mainzer und zwar gegen RB Leipzig.
Murmann:
Die Mainzer sind nicht gut in die Saison gestartet, haben sich jetzt ein bisschen stabilisiert. Die Ergebnisse haben zuletzt gestimmt. Und sie haben vor allen Dingen einen, auf den sie sich verlassen können. Jonny Burkardt, hier sehen wir Ihnen noch mal ganz kurz, frischgebackener deutscher A-Nationalspieler. Aber ob das reicht, um gegen Leipzig zu bestehen, das wird sich zeigen. Denn die Leipziger, die sind richtig gut im Tritt, die stehen ganz oben in der Tabelle, punktgleich zusammen mit Bayern München und das wird ein sehr schweres Spiel für die Mainzer. Das weiß auch der Mainzer Trainer, das weiß auch Bo Henriksen.
Bo Henriksen, Trainer Mainz 05:
„Ich hoffe, dass wir eine gute Leistung bringen. Ich weiß natürlich, dass das ein guter Gegner ist, aber Zuhause kann alles passieren. Wir wollen gewinnen. 100 Prozent. Wir spielen nicht, um eine Party für jemand anderen zu machen. Wir wollen gewinnen, das ist natürlich.“
Murmann:
Keine Party für Leipzig in Mainz, das will der Trainer, aber damit die Mainzer am Samstag selber Grund zum Feiern haben, ich glaube, da müssen sie sich ganz schön strecken.
Dieterle:
Wir werfen jetzt einen Blick in die zweite Liga, da rangiert ja der erste FC Kaiserslautern nach dem achten Spieltag auf einem ziemlich ernüchternden zwölften Platz.
Murmann:
Und von dem wollen Sie natürlich schnellstmöglich runter. Aber nicht runter in der Tabelle, sondern schön nach oben. Da steht der SC Paderborn. Die sind jetzt zu Gast auf dem Betzenberg und die haben einen richtigen Lauf. Die sind in der ganzen Saison noch unbesiegt. Also man könnte meinen, mächtig Druck für das Team von Markus Anfang, oder?
Markus Anfang, Trainer 1. FC Kaiserslautern:
„Druck? Weiß ich nicht. Wenn du hier in das Stadion reinkommst und die Leute mit guten Aktionen, mit leidenschaftlichen Aktionen auch dann emotionalisieren kannst, ich glaube, dann ist das für einen Spieler, der beim 1. FCK auf dem Platz steht ist das kein Druck – aber vielleicht für den Gegner.“
Murmann:
Der Coach nimmt also den Druck vom Rücken seiner Spieler und schiebt den so ein bisschen dem Gegner zu. Schauen wir mal, ob es hilft.
Dieterle:
Wir schauen jetzt mal auf das Freitagsspiel in Liga zwei, denn da bekommt es Darmstadt 98 heute Abend mit dem ersten FC Köln zu tun.
Murmann:
Das Duell der beiden Bundesliga-Absteiger Und die Lilien, die wollen den Sprung schaffen, raus aus der Abstiegszone. Sind ja schlecht gestartet in die Saison. Nur sechs Punkte aus acht Spielen. Und noch schlimmer: Sie haben seit über einem Jahr zu Hause nicht mehr gewinnen können.
Florian Kohfeldt, Trainer Darmstadt 98:
„Ich sehe das. Ein Jahr kein Heimspiel gewonnen, keine Frage. Ich kann jetzt nochmal betonen, dass ich da noch nicht so viel von mitbekommen habe, aber natürlich wollen wir das unbedingt. Wir wollen hier gewinnen. Wir wollen jedes Spiel gewinnen, aber wir wollen auch hier zu Hause endlich wieder gewinnen und ich glaube, eigentlich gibt es keinen besseren Rahmen als Freitagabend , 18:30, Flutlicht, gegen den absoluten Top-Favoriten der Liga zu sagen: Okay, jetzt stoßen wir den Bock um.“
Murmann:
Den Bock umstoßen ist natürlich genau richtig, wenn man gegen die Geißböcke aus Köln spielt. Schauen wir mal, ob es klappt. In einer guten halben Stunde, da rollt ja schon der Ball in Darmstadt.
Dieterle:
Wir drücken auf jeden Fall die Daumen. Robert, vielen Dank für deinen Ausblick aufs Sportwochenende.









