Betreiber von Campingplätzen ziehen Bilanz
Die Koffer sind gepackt, der Wohnwagen ans Auto montiert, für diese Familie aus Trier ist der Campingurlaub beendet. Für die meisten hier auf dem Campingplatz Harfenmühle im Hunsrück neigt sich die Campingsaison so langsam dem Ende entgegen. Eine Saison, die von vergleichsweise niedrigen Temperaturen und viel Regen geprägt war. Weniger Gäste hatte Campingplatzbetreiber Timo Koch in diesem Jahr trotzdem nicht.
Timo Koch, Campingplatzbetreiber
„Das Wetter hat Einfluss, aber ich glaube, dann überlegen die sich auch immer, wo gehe ich hin. So ein Strandurlaub oder so ist dann vielleicht nicht so der geeignete Standort. Dann ist eher so ein Mittelgebirge, wo man aktiv sein kann, wo man mit einer Regenjacke und Sonstiges noch so ein bisschen wandern gehen kann, ein Besucherbergwerk machen kann, wie gesagt ein Museum oder irgendwo in der Natur aktiv sein kann.“
Und auch jetzt noch lassen sich die Campingplatzgäste ihren Saisonabschluss vom Wetter nicht verderben. Die ganz Mutigen springen auch bei kalten Temperarturen noch ins Wasser – aber lieber ganz schnell wieder raus.
Martin Pfundt, Dauercamper
„Wir sind keine Schönwettercamper. Also wir können auch mit Regen umgehen. Das tut der Sache keinen Abbruch.“
Max, Campinggast
„Also es ist halt nass, das nervt ein bisschen, aber der Urlaub ist schon echt cool.“
Simon Ziegler, aus dem Saarland
„Ich meine, es ist letztlich eine Frage der Ausrüstung, eine Frage der Bekleidung, aber da arrangieren wir uns.“
Henry, Campinggast
„Ich bin nicht so der ganz Warmtyp. Dann kann man ja auch nicht machen, also ich finde das Wetter schon, wenn’s nicht so viel regnen würde …Ich würde hier nochmal hierhin gehen mit Regen und so.“
Auf dem Campingplatz Harfenmühle ist momentan noch rund ein Viertel der Plätze belegt, ganz normal für diese Jahreszeit.
Und auch sonst ist Timo Koch mit seinen Gästezahlen zufrieden. Als Vorsitzender des rheinland-pfälzischen Verbands für Campingwirtschaft weiß er aber auch: Nicht überall lief die Saison so problemlos. So mussten mehrere Campingplätze an der Mosel wegen Überschwemmungen in diesem Jahr gleich zweimal geräumt werden.
Timo Koch, Verband für Campingwirtschaft
„Grade in der Ferienzeit, da mussten alle schließen. Das war ein riesen Desaster. Wir haben bisschen mehr mittlerweile Naherholung in Rheinland-Pfalz als Camper. Das heißt, die aus dem Rhein-Main-Gebiet oder NRW kommen sie hat nach Rheinland-Pfalz, um einfach auch ein Wochenende zu verbringen. Die Wochenenden sind deutlich stärker geworden. Deswegen konnten es manche Campingplätze noch gut auffangen das schlechte Frühjahr.“
Auf einen sonnigeren Frühling im nächsten Jahr hofft auch die Familie aus Trier. Damit sie ihren Wohnwagen möglichst bald wieder in Betrieb nehmen kann.









