Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

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Feuerwehrlauf zum Gedenken an 9/11

Sep. 12, 2024

Der gestrige 11. September ist seit 23 Jahren ein Tag des Gedenkens an die fast 3.000 Menschen, die bei dem Terroranschlag auf das World Trade Center in New York ihr Leben verloren – darunter auch viele Einsatzkräfte der Feuerwehr. Zu ihren Ehren treten viele Feuerwehren aus den Vereinigten Staaten zu symbolischen Treppenläufen an. Aber nicht nur dort – auch auf dem Betzenberg in Kaiserslautern ging es die Stadiontreppen rauf und runter.

„Ich hatte Freunde und Kollegen, die an diesem Tag gestorben sind. Deshalb bedeutet mir das hier heute sehr viel. Und das ist auch einer der vielen Gründe warum ich Feuerwehrmann geworden bin.“

Mark Banua, aufgewachsen in New Jersey und mittlerweile als IT-Spezialist in Kaiserslautern stationiert. Er läuft heute mit im Fritz-Walter-Stadion. 30 Mal, rund 70 Stufen hinauf. Insgesamt 2.071 Stufen und damit genauso viele wie die Einsatzkräfte vor 23 Jahren für die 110 Stockwerke des World Trade Centers bewältigen mussten.

Mark Banua, Kleber Kaserne Kaiserslautern
„Das ist einfach was ganz Besonderes in meinem Herzen … Es gibt mir die Zeit zu reflektieren und all den Männern und Frauen zu gedenken, die das ultimative Opfer erbracht haben…damit wir leben können.“

Erinnern und gedenken mit jedem einzelnen Schritt. Mit dabei: Feuerwehrleute, Soldaten und Militärpolizisten der US-Air Base Ramstein und der Kaserne in Sembach, sowie weitere Feuerwehren aus der Umgebung. Teils in Vollmontur unterwegs, geht es vor allem um Solidarität und das feuerwehrspezifische „Wir-Gefühl“.

Michael Glas, Berufsfeuerwehr Kaiserslautern
„Ich war schon viel im Ausland, auch mal bei Feuerwachen. Da wird man immer mit ausgebreiteten Armen empfangen, kriegt alles gezeigt. Da heißt es immer: Du bist einer von uns.“
Felix Fichtner, Auszubildender zum Feuerwehrmann
„Ich glaube, die Feuerwehr ist die größte Bruderschaft und Schwesternschaft, die man auf der Welt hat. Egal wo man auf der Welt ist als Feuerwehrmann, man wird überall reingebeten. Man ist überall zu Gast.“

Und so sind heute auch die US-amerikanischen Einsatzkräfte zu Gast im Stadion des 1. FC Kaiserlautern. So viel Unterstützung aus der Region kommt auch bei den US-amerikanischen Feuerwehrleuten an.

Mitchell Willis, Feuerwehrmann Ramstein Air Base
„Es ist beeindruckend, ich bin seit fünf Jahren in Ramstein stationiert. Ich fühle mich in Deutschland nicht mehr fremd und liebe die Leute hier. Meine Frau hat mich heute morgen gefragt: ‚Warum nehmen die Deutschen überhaupt am Nine-Eleven-Event teil?‘ Und da hab ich ihr gesagt: ‚Es ist mehr eine Art Bruderschaft innerhalb der Branche und zwischen den Feuerwehren.’“

Und genau dieser Zusammenhalt treibt heute auch Mark Banua an weiterzumachen und sich nach kurzer Trinkpause die nächsten Stufen hochzukämpfen. Und auch im kommenden Jahr soll hier wieder gelaufen werden. Die Devise auch dann: Der Weg ist das Ziel. In Gedenken an die insgesamt 343 Feuerwehrleute, die am 11. September 2001 ihr Leben für andere gegeben haben.