Schulranzen-Spenden für Osteuropa
Ein Heft, ein Block, und noch ein Block – davon kann man nie zu viele haben. An der Packstraße im Lager bei Global Aid Network, kurz GAiN, in Gießen wird jeder Schulranzen mit allem Wichtigen für den Schulstart befüllt – und auch mit allem, was für ein Kinderherz wichtig ist.
Ella, seit 20 Jahren ehrenamtliche Helferin
„Obendrauf ein Kuscheltier. Wenn die Kinder den Schulranzen aufmachen, dass sie von einem Kuscheltier angestrahlt werden.“
Rund 15 Ehrenamtliche treffen sich jeden Dienstagvormittag und sortieren die gespendeten Rucksäcke. Die meisten kommen schon gefüllt an. Was da alles rein soll, können Spender online nachlesen. Denn neben Schulsachen gehören auch Kleidung oder Zahnpasta rein. Die geht meist als erstes aus – heute aber zum Glück nicht. Die Ehrenamtlichen prüfen die Spenden und wenn etwas fehlt oder kaputt ist, wird aufgefüllt.
Anne-Katrin Lossnitzer, Mitmachhilfswerk GAiN
„Das Projekt fängt bei dem Ranzenspender an. Ein Kind, das zum Beispiel in die weiterführende Schule wechselt und sagt: ‚Woah, der Ranzen ist übrig, was machen wir denn damit?‘ Und dann kommen wir als GAiN und sagen: ‚Hier, wir haben die Schulranzenaktion. Füllt die Ranzen neu und spendet sie uns.‘“
Schon seit 20 Jahren gibt es die Schulranzenaktion. Jährlich werden rund 5.000 Rucksäcke fertig gemacht und nach Osteuropa transportiert: meist nach Lettland, Rumänien oder in die Ukraine. Zu Familien, denen das Geld für die Schulausstattung ihrer Kinder fehlt.
Matilda, 12 Jahre
„Manche brauchen halt auch eine schöne Zeit oder wollen halt auch so etwas haben. Und da ist es doch toll, wenn man dazu anpackt und den Leuten hilft. Und Schulranzen packen, das ist halt richtig schön, weil ich darf in die Schule gehen und da möchte ich natürlich auch, dass andere in die Schule gehen können.“
Die Hilfsorganisation GAiN hat viele Projekte weltweit. Das mit den Schulranzen ist eines ihrer ältesten – und eines, das den Ehrenamtlichen und Mitarbeitern besonders am Herzen liegt.
Anne-Katrin Lossnitzer, Mitmachhilfswerk GAiN
„Wenn die Grundbedürfnisse gedeckt sind, Nahrung, Kleidung, dann kommt das nächste, die Frage nach der Bildung. Und dann ist das schon super. Wir wissen von unseren Projektpartnern, von den osteuropäischen, dass alles, was mit Bildung zu tun hat, dass sie sich sehr freuen und dass sie das gut weitergeben können an die Menschen dort.“
Wer selbst spenden möchte, kann die Ranzen oder Schulsachen im Lager in Gießen oder an verschiedenen Sammelstellen abgeben.
Die Schulranzen heute sind fertig gepackt und machen sich auf den Weg – pünktlich zum Schulstart für die Kinder in Osteuropa.









