Lernen statt Schwitzen – Ministerpräsident Schweitzer besucht Ferienschule
Vor etwas mehr als einem Jahr sind Liu Mc Grady und seine Schwester Michelle von Peking nach Bernkastel-Kues gezogen. Ein Jahr war der achtjährige jetzt schon in der Schule, die deutsche Grammatik fällt ihm aber noch etwas schwer.
Liu Mc Grady, 8 Jahre
„Ich will noch ein bisschen Deutsch lernen, dann bin ich mit meiner Schwester hierhergekommen.“
Hier, das ist der Feriensprachkurs an der Volkshochschule in Bernkastel-Kues. Den Unterricht geben Lehramtsstudenten. Heute im Programm:
Maike Steffens, Lehramtsstudentin
„Zum Einen Grammatik, also das, was die Schüler auch vor allem dann nochmal wiederholen möchten, teilweise auch neue Sachen. Aber wir haben eben auch den Wortschatz erweitert, auch durch verschiedene Spiele oder durch Arbeitsblätter und versuchen wir eben auch viel frei zu sprechen.“
Neben den Sprachkursen bietet das Land Rheinland-Pfalz auch eine Sommerschule für den regulären Mathe-, Deutsch- und Englischunterricht an. Das Angebot namens „Lernen in den Ferien“, kurz Lif, gibt es seit der Corona-Pandemie und richtet sich an Schüler aller Schularten und Jahrgangsstufen. Die Kurse gehen drei Wochen und sollen ein Bindeglied zwischen den Schuljahren sein, in dem die Kinder und Jugendlichen den Stoff aus dem Vorjahr nochmal wiederholen oder vertiefen können. Das Angebot ist kostenlos.
Stefanie Hubig (SPD), Bildungsministerin Rheinland-Pfalz
„In den Sprachkursen, und das ist auch unser Schwerpunkt, das sehen wir natürlich, dass das Kinder sind, Jugendliche, junge Erwachsene, die erst vor kurzem nach Deutschland gekommen sind, die einfach auch aufholen möchten, die Sprache lernen möchten, damit sie auch einen Anschluss haben und in den anderen Kursen, wo es um Deutsch und Mathe geht, da haben wir eine kunterbunte Mischung und das ist auch gut so. Meistens geben die Lehrerinnen und Lehrer eine Empfehlung.“
Mit ihrem Besuch der Ferienkurse in Bernkastel-Kues wollen die Bildungsministerin und der frisch gebackene Ministerpräsident heute zeigen: Bildung muss nicht mit der Schulglocke vor den Ferien aufhören.
Alexander Schweitzer (SPD), Ministerpräsident Rheinland-Pfalz
„Heute haben wir vielfältige Schülerinnen und Schüler und das ist auch gut so und sie brauchen deshalb auch vielfältige Angebote, um gut mitzukommen und in ein gutes Leben zu kommen.“
Für das Ferienlernprogramm in den Sommerferien und die Sprachkurse stellt das Bildungsministerium rund 360.000 Euro zur Verfügung, vom Integrationsminsiterium kommen zusätzlich 50.000 Euro jährlich. Für einen guten Start ins neue Schuljahr.









