Meisterschaft im Luftkissenspringen
Man nehme ein riesiges Luftkissen, Wasser und drei Actionliebhaber. Zwei Personen springen auf das Kissen, die dritte wird in die Luft katapultiert. Das ist Blobbing. Und dieses Wochenende findet in Worms die Weltmeisterschaft statt. Unser Reporter Marcel Gassan schaut sich das Ganze mal genauer an.
Marcel Gassan, Reporter
„Man sieht’s mir schon an: Das, was die da machen habe ich heute auch vor. Damit ich mir dabei aber nicht allzu sehr wehtue, hole ich mir noch ein paar Tipps ab und das mache ich am besten bei denen, die es auch am besten können.“
Felix Schäfer, Louis Merz und Fabio Koch aus Worms-Leiselheim sind die amtierenden WM-Sieger im Blobbing und auch dieses Jahr die heißen Favoriten.
Marcel Gassan, Reporter
„Vergangenes Jahr seid ihr zum ersten Mal WM-Sieger geworden, wie habt ihr das geschafft?“
Felix Schäfer, Blobber
„Ich würde sagen, da spielen zwei Komponenten eine wichtige Rolle. Zum einen das Team, auf das man sich vertrauen kann, dass die gleichzeitig rein springen und man gut Power bekommt. Zum anderen dann der Springer, der natürlich in der Luft seine Saltos machen muss und da ein bisschen performt.“
Marcel Gassan, Reporter:
„Also je besser die Saltos werden, desto mehr Punkte?“
Felix Schäfer, wird als „Blobber“ hoch geschleudert
„Genau, ja. Je mehr Saltos, je mehr Schrauben, je cooler es aussieht in der Luft.“
Marcel Gassan, Reporter
„Ich hoffe, ich sehe heute auch cool aus, auch wenn ich keine Saltos hin bekomme. Worauf kann ich denn ich als Anfänger denn so achten?“
Fabio Koch, „Jumper“
„Also als aller erstes, wenn du hier von oben rein springst, versuchst du erst mal den ganzen Körper dem Teil zu verteilen, Beine auseinander, Arme auseinander, damit du das Gleichgewicht halten kannst. Dann langsam nach vorne robben und wenn du vorne angekommen bist, wartest du auf unser Kommando und dann Körper schön anspannen.“
Marcel Gassan
„Perfekt, dann probiere ich es mal aus.“
Schwierigkeit Nummer 1: erst mal auf das riesige Kissen drauf kommen und da auch bleiben. Gar nicht so einfach. Helm und Schwimmweste sind für alle Pflicht. Für den Anfang wird Marcel nur von einem statt von zwei sogenannten Jumpern in die Luft geschleudert. Und, machts so viel Spaß, wie es aussieht?
Marcel Gassan, Reporter
„Man liegt da auf dem Kissen, wartet auf jede Sekunde, wo es anfängt. Und dann wird man einfach hoch katapultiert und ist eigentlich nur noch ein Spielball der Luft sozusagen. Ich hatte keine Kontrolle mehr, was mit mir passiert und ich bin sehr froh, dass ich ganz heil angekommen bin, mit meinen Füßen zuerst und ich bin auch ein bisschen stolz auf mich. Aber Saltos wie die Jungs, die schaffe ich heute glaub ich nicht mehr.“
Die Profis fliegen bis zu 10 Meter hoch. Bei 16 Grad Wassertemperatur ist man da vielleicht auch froh, möglichst lange in der Luft zu sein. In der Region Worms ist die Blobbing-WM das Funsport-Event des Jahres.
Frank Schembs, Veranstalter
„Mittlerweile nach vier Jahren muss man fairerweise sagen, die Teams werden ehrgeizig, die Preise werden höher, man springt weiter, man springt mehr und es kommen immer mehr Teams mit dazu.“
Neben Blobbing findet hier auch die Rheinspring-WM statt – quasi Skispringen, nur ohne Schnee. Rund 5000 Besucher werden dieses Wochenende in Worms erwartet. Unser Reporter Marcel wird mit seinem Sprung wohl kein Weltmeister, das überlässt er lieber den Profis. Für ihn heißt es jetzt erst mal: ab ins Warme.









