Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

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Der 17:30-Sporttalk mit Julian Beimel

Mai 10, 2024

Markus Appelmann, Moderator:
Noch zwei Spieltage sind es in Liga 1 und 2. Und damit noch zwei Spieltage bis klar ist: Wer bleibt drin, wer steigt ab und wer muss in die Relegation. Und deshalb begrüße ich jetzt bei mir aus der Sportredaktion, Julian Beimel. Julian, Darmstadts Abstieg in die 2. Bundesliga steht schon fest, aber Mainz 05 kämpft am vorletzten Spieltag gegen Borussia Dortmund ja noch um jeden Punkt.
Julian Beimel, Sportreporter:
Absolut, und der BVB, der steht seit dieser Woche im Finale der Champions League! Da kommt also ordentlich was zu auf die Mainzer, denen der Relegationsplatz aber kaum noch zu nehmen ist. Und dazu noch Union Berlin, am rettenden Ufer auf Rang 15, mit nur einem Punkt Vorsprung auf die 05er. Und gegen den BVB setzt Trainer Bo Henriksen jetzt auf die für ihn ganz besondere Heimspiel-Atmosphäre.
Bo Henriksen, Trainer 1. FSV Mainz 05:
„Ich habe das von Tag eins an gespürt, dass die Heimspiele hier was Besonderes sind. Nicht nur für mich, auch für die Spieler, für die ganze Stadt. Diese Stimmung, diese Energie und Power – all das vollbringt Wunder – Gefühle vollbringen Wunder!“
Julian Beimel, Sportreporter:
Die Mewa Arena restlos ausverkauft, also da wird jede Menge Energie von den Rängen kommen, um dieses Wunder gegen den BVB zu vollbringen.
Markus Appelmann, Moderator:
In Frankfurt sind es ja ganz andere Themen, mit denen man sich vor dem Auswärtsspiel gegen Gladbach befasst, oder?
Julian Beimel, Sportreporter:
Ja, mit einem Sieg gegen die Fohlenelf will die Eintracht nicht nur den so wichtigen Platz 6 – und damit die Euro League oder vielleicht sogar die Champions League klarmachen, sondern auch zwei ganz Großen des Vereins – Makoto Hasebe und Sebastian Rode – ein letztes Mal, dann vor heimischen Publikum beim letzten Spiel der Saison die Chance geben, nochmal als Spieler aufzulaufen, damit sie ihren gebührenden Abschied bekommen.
Dino Toppmöller, Trainer Eintracht Frankfurt:
„Nicht nur aufgrund der Leistung, die sie gebracht haben. Sondern vor allem aufgrund der Hingabe, die sie für diesen Club gezeigt haben. Und dieser Club hat sich so entwickelt unter anderem auch wegen diesen beiden Spielern. Und das ist eine klare Erwartungshaltung von mir an jeden einzelnen, der nachher in den Bus steigt nach Mönchengladbach, alles dafür zu tun, dass diese beiden Spieler den Abschied bekommen, den sie verdienen.“
Julian Beimel, Sportreporter:
Und deshalb haben sie jetzt das Motto ausgerufen: „Für Seppl, für Hase, für uns“. Letzte Woche gab’s gegen Bayer Leverkusen ja eine ordentliche 1 zu 5 Heimklatsche, aber am Samstag will Dino Toppmöller einen anderen Auftritt seiner Mannschaft sehen.
Markus Appelmann, Moderator:
Rein in Liga 2, da muss der SV Wehen Wiesbaden ja bei seinem direkten Tabellennachbarn Eintracht Braunschweig ran, also ein richtiger Abstiegskrimi, oder?
Julian Beimel, Sportreporter:
Also, spannender geht es gar nicht. Wehen auf dem Relegationsplatz 16 und Braunschweig mit 35 Punkten drei Zähler davor. Und mit einem Sieg würden die Wehener wegen des besseren Torverhältnisses an Braunschweig vorbeiziehen und das ist das klare Ziel von Interimstrainer Nils Döring:
Nils Döring, Trainer SV Wehen Wiesbaden:
„Am Sonntag wird uns ein Spiel erwarten, was natürlich ein Stressspiel wird. Es ist natürlich auch ein besonderes Spiel, wir kennen die Bedeutung dieses Spiels. (…) Aber es ist trotzdem alles alles möglich. Und am Sonntag werden wir eine Mannschaft sehen, die auf jeden Fall bereit ist.“
Julian Beimel, Sportreporter:
Also: Das wird ein ganz ganz heißes, ein ganz entscheidendes Duell. Letzte Woche mussten sich die Wehener ja trotz eines kämpferisch starken Auftritts gegen Tabellenführer Kiel mit 1 zu 0 geschlagen geben, aber gegen Braunschweig heißt es jetzt gewinnen um jeden Preis, um von Rang 16 runterzukommen.
Markus Appelmann, Moderator:
Und wir bleiben direkt im Tabellenkeller von Liga 2. Denn vor dem Auswärtsspiel bei Hertha BSC Berlin ist auch der 1.FC Kaiserslautern noch in Abstiegsgefahr.
Julian Beimel, Sportreporter:
Ja, aber nach satten sieben Punkten aus den letzten drei Spielen eine vorsichtig optimistische Stimmung am Betze. Und wenn man jetzt auswärts gegen die Hertha gewinnt, dann hat Friedhelm Funkel hat sein Ziel erreicht und die Roten Teufel vor dem Abstieg gerettet.
Friedhelm Funkel, Trainer 1. FC Kaiserslautern:
„Ich weiß schon wie wichtig der FCK und die Mannschaft und die Zweitligazugehörigkeit für alle diese Menschen hier in der Region, in der Stadt, was das für diese Menschen bedeutet. Das weiß ich schon und dieser Verantwortung bin ich mir auch bewusst.“
Julian Beimel, Sportreporter:
Und auch wenn Funkel jetzt noch nicht daran denkt: Aber in 2 Wochen heißt es für den FCK ja schon wieder ins Berliner Olympiastadion zum DFB-Pokalfinale gegen den Deutschen Meister Bayer Leverkusen. Machen die Roten Teufel also jetzt am Sonntag den Klassenerhalt klar, dann bricht da in Lautern nicht nur eine riesige Erleichterung aus, sondern auch die große Vorfreude auf das Finale!
Markus Appelmann, Moderator:
Wir sind gespannt welche Teams im heißen Schlussspurt im Abstiegskampf die besseren Nerven beweisen. Julian, jetzt danke ich dir erstmal für deinen sportlichen  Ausblick auf das Wochenende.
Julian Beimel, Sportreporter:
Gerne.