Ausstellung „Home Sweet Home“ in Ingelheim
Der Tag zu Hause beginnt im Badezimmer. Morgenroutine, die manch einer lieber auf später verschiebt und einfach noch ein bisschen länger im Bett bleibt. Zu Hause, das heißt auch ungeliebte gemeinsame Mittagessen oder „Homeoffice“ im gemütlichen Outfit – für Pablo Picasso nicht erst seit Corona, sondern bereits 1955 ein Thema. Für andere ist die Arbeit zu Hause Alltagsroutine. „Home Sweet Home“ ist nicht immer nur schön.
Dr. Katharina Henkel, Kuratorin „Home Sweet Home“
„Das empfindet ja auch jeder unterschiedlich, warum ein Zuhause ein schöner Ort oder ein weniger schöner Ort ist. Und das hängt natürlich mit dem zusammen, was wir dort tun und was wir erleben. Aber auch wie wir unser Zuhause gestalten und wie wir unsere Zeit zu Hause gestalten. Und das ist extrem subjektiv.“
Das Familienleben zuhause hat grausame Seiten. Häusliche Gewalt. Missbrauch. Das eigene Kind wird zum Opfer. Das Zuhause als Ort der Zerstörung. Wohnen in Sarajevo, 1995. Krieg führt auch zum Verlassen der eigenen vier Wände. Zum Leben im Flüchtlingsheim. Die Ausstellung „Home sweet Home“ hat viele verschiedene Aspekte.
Dr. Katharina Henkel, Kuratorin „Home Sweet Home“
„Die Ausstellung gliedert sich in fünf Themenräume. Und zwar zu Hause als Ort der Privatsphäre, Familie, der Bedrohung, der Freizeit und des Müßiggangs, und zuletzt der Arbeit. Und ich zeige in dieser Ausstellung einen breiten Bogen, was die Gattung betrifft; das heißt, wir haben fast alle künstlerischen Techniken.“
Gar nicht zum Gähnen sind auch die großen Künstler, deren Werke bis zum 30. Juni gezeigt werden. Max Beckmann, Marc Chagall, Franz Nölken, Edward Munch und Pablo Picasso. Auch zeitgenössische Künstlerinnen wie Fides Becker zeigen ihre ganz persönlichen Eindrücke vom „Home Sweet Home“ im Kunstforum Ingelheim.









