Langzeitarbeitslose wieder in den Job bringen
Volleyball im Bürgerhaus Marxheim. Langzeitarbeitslose und Arbeitgeber spielen hier zusammen. Sie haben sich gemeinsam das Ziel gesetzt, den Ball 100 Mal in der Luft zu halten. Der Motivator und Mittelpunkt: Emal Atschekzai.
Emal Atschekzai, Kursteilnehmer
„Ich hatte mal einen Laden in Frankfurt Altsachsenhausen und durch Corona bin ich Pleite gegangen. Im Laufe der Zeit, seit einem halben Jahr bin ich dann hier gelandet.“
Fritz Dinges und Gisela Martin leiten den Kurs „Burning-On“ gemeinsam. Das wichtigste für sie ist es, das die Teilnehmer erkennen, was sie eigentlich erreichen wollen, ob beim Sport oder in selbst verfassten Vorträgen.
Gisela Martin, Kursleiterin
„Es geht drum, dass sie begeistert sind, von dem, was sie tun, dass sie dahinter stehen. Und das kriegen wir hin. Wir haben eine Vermittlungsquote zwischen 60 und 70 Prozent. Sind wir auch ganz stolz drauf. Es ist auch so dass wir parat stehen für unsere Teilnehmer und für unsere Unternehmen.“
Durch ihre gute Vernetzung mit vielen Firmen, weiß Gisela Martin immer, wer zu wem passen könnte. Antina Schöpp ist Personalleiterin bei der Frankfurter Dienstleistungsgesellschaft WISAG und sucht Personal für die Arbeit am Flughafen. Bei „Burning-On“ bekommt sie die Gelegenheit als Kursteilnehmerin einmal die Woche mit den Langzeitarbeitslosen in den direkten Kontakt zu kommen und so Hemmnisse ab- und gegenseitiges Verständnis aufzubauen.
Antina Schöpp, Leiterin im Personalwesen WISAG Aviation
„Auch ich gebe zu, dass ich da nicht immer vorurteilsfrei bin. Aber gerade durch dieses Programm hier oder auch die Worte von der Frau Martin habe ich selber auch mich zum Umdenken gebracht und gebe den Leuten eine Chance und höre es mir an, was dahinter steckt. Meistens sind es schlimme Geschichten, wo man dann aber auch selber versteht: Okay, er konnte nicht.“
Viele Kursteilnehmer sind durch Schicksalsschläge in die Arbeitslosigkeit gerutscht, schämen sich und wollen nicht im Fernsehen zu sehen sein. Ihnen allen will der Kurs neues Selbstvertrauen geben, damit sie sich auf dem Arbeitsmarkt behaupten können.
Emal Atschekzai, Kursteilnehmer
„Dieses Selbstvertrauen, das ist hier die positive Seite, was man bekommt. Dieser Mut zu sagen: Okay, ich habe Pech im Leben gehabt, aber ich will es aufs Neue probieren. Ich will wieder bei null anfangen.“
Emal Atschekzai träumt davon, wie früher ein eigenes Restaurant zu betreiben. Wieder daran zu glauben, dass er seine Ziele erreichen kann, das hat er hier im Bürgerhaus Marxheim gelernt.









