Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

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Ausblick aufs Bundesliga-Wochenende

Mai 3, 2024

Endspurt und Abstiegskampf – für unsere Vereine geht es noch um was. Mehr dazu von unserem Sportreporter Julian Beimel.
Eva Dieterle, Moderatorin:
Ja, und wie jeden Freitag kommt hier jetzt unser Sporttalk wieder für Sie. Der 32. Spieltag in der ersten und zweiten Bundesliga steht an und gerade im Abstiegskampf geht es jetzt in die ganz heiße Phase. Und deshalb begrüße ich jetzt bei mir Julian Beimel aus unserer Sportredaktion. Julian, Mainz muss am Sonntagabend in Heidenheim ran und die Mainzer, die wollen ihre Serie sicher fortsetzen, oder?
Julian Beimel, Sportreporter:
Ganz sicher die Mainzer, jetzt seit sechs Spielen ungeschlagen. Und ein Blick auf die Tabelle zeigt: Der Sieg am Wochenende, der wäre wirklich Gold wert. Denn vor den 05ern Bochum und Union Berlin und die spielen am Wochenende gegeneinander, schnappen sich also gegenseitig die Punkte weg. Und diese Chance wollen die Mainzer unbedingt nutzen.

Bo Henriksen, Trainer 1. FSV Mainz 05
„Jeder weiß um unsere Situation. Jeder weiß, was es jetzt braucht: harte Arbeit, die Leidenschaft fürs Verteidigen und das Verlangen alles für die Ziele des Vereins zu geben. Und das heißt: Ein Sieg am Sonntag!“

Beimel:
Also Bo Henriksen wie immer motiviert bis in die Haarspitzen. Und das ganz Entscheidende: Es kommt bei der Mannschaft an, und nur das zählt.
Dieterle:
Deutlich entspannter sieht ja die Tabellensituation für die Eintracht aus vor dem Heimspiel gegen Leverkusen. Die Frankfurter sind auf Platz sechs mit einem deutlichen Puffer zu Platz sieben, nämlich mit fünf Punkten.
Beimel:
Ja, noch ein Sieg der Adlerträger und Ihnen ist Rang sechs und damit die Qualifikation für die Europa League kaum noch zu nehmen. Und dann gibt es ja auch noch die Chance auf die Champions League, wenn verschiedene Faktoren zusammenkommen. Und da jetzt gegen den neuen Deutschen Meister Bayer Leverkusen zu punkten, würde da natürlich helfen.

Dino Toppmöller, Trainer Eintracht Frankfurt
„Es ist natürlich schon ein schöner Anreiz, ein großer Anreiz für uns alle, die erste Mannschaft zu sein, die Bayer Leverkusen bezwingt. Wir wissen, dass es eine sehr hohe Hürde wird, aber wir fühlen uns bereit und wollen dem Gegner alles abverlangen.“

Beimel:
Und der Wundertüte Eintracht, der wäre es jetzt ja auch irgendwie wieder mal zuzutrauen, so einen Überraschungscoup zu landen und den ungeschlagenen Leverkusenern ihre erste Niederlage zuzufügen.
Dieterle:
Wir schauen noch mal in den Tabellenkeller. Da steht ja nun seit dem vergangenen Sonntag fest, dass die Lilien absteigen werden in Liga zwei. Wie ist denn da nun die Stimmung vor dem Auswärtsspiel gegen den VfL Wolfsburg?
Beimel:
Ja, relativ gefasst. Drei Spiele sind das noch in Liga eins für die Darmstädter. Und geht es nach dem Trainer, dann geht das Kapitel Torsten Lieberknecht und Darmstadt 98 auch in Liga zwei weiter.

Torsten Lieberknecht, Trainer SV Darmstadt 98:
„Also wenn ich jetzt gefragt werde: definitiv ja, ich bleibe hier! Definitiv war ich auch bei vollem Bewusstsein, als ich damals den Vertrag unterschrieben habe zur Verlängerung. Und die andere Seite übrigens auch.“

Beimel:
Lieberknechts Vertrag läuft noch bis 2027 und auch von Präsident Rüdiger Fritsch kamen die Woche über positive Signale. Aber ich denke, die wollen die Saison jetzt erst mal zu Ende spielen und sich dann in Ruhe zusammensetzen.
Dieterle:
Wir schauen jetzt in Liga zwei, wo ja Wehen Wiesbaden vor dem Heimspiel gegen Holstein Kiel jetzt den Trainer Markus Kauczinski entlassen hat. Julian, was ist da los?
Beimel:
Ja, am Sonntag musste er gehen und der bisherige Co-Trainer Nils Döring wird zum Interimstrainer. Auch Teil seines Trainerteams wird auch Vereinslegende Alf Mintzel sein, auch Ex- Spieler der Wehener. Ja, und mit dieser internen Lösung will man jetzt das Ziel Klassenerhalt erreichen.

Nils Döring, Trainer SV Wehen Wiesbaden
„Ja, natürlich war in den letzten Wochen nicht alles schlecht. Wir haben durchaus gute Leistungen auch gezeigt. Wir haben natürlich in einer gewissen Art und Weise vielleicht auch nicht das Quäntchen Glück gehabt. Das muss man auch ehrlicherweise sagen. Und jetzt gilt es einfach, dieses Glück zu erzwingen. Und das versuchen wir natürlich im Trainerteam zu vermitteln, den Glauben zu vermitteln, den Jungs ein Selbstvertrauen mit auf den Weg zu geben.“

Beimel:
Nils Döring, gebürtiger Wiesbadener, hat selbst für Wehen gespielt, also einer mit Stallgeruch. Und deswegen sind die Verantwortlichen so sicher: Mit ihm als neuen Impuls, als neue Spitze können wir es schaffen, in Liga zwei zu bleiben.
Dieterle:
Der Glaube an den Klassenerhalt ist auch beim 1. FC Kaiserslautern noch groß. Morgen Abend steht das Heimspiel an gegen Magdeburg.
Beimel:
Und am letzten Wochenende gab es einen 3:1-Auswärtssieg beim Tabellenzweiten Kiel. Und deswegen sagt der Trainer Friedhelm Funkel, damit es genauso positiv weitergeht am Betzenberg, zu Hause vor heimischer Kulisse, braucht es geduldige Fans.

Friedhelm Funkel, Trainer 1. FC Kaiserslautern:
„Wenn es in Situationen, gerade in der zweiten Halbzeit, mal nicht so gut läuft, da helfen uns keine Pfiffe. Sondern da hilft uns anspornen, anfeuerung. Auch wenn mal ein Ball zurückgespielt wird. Auch wenn der Torwart den Ball nicht direkt nach vorne spielen kann. Wir brauchen Geduld.“

Beimel:
Funkel hat dann aber auch direkt klargestellt: Das soll jetzt keine Kritik an den Fans sein, sondern es ist einfach sein Wunsch. Denn besonders auswärts hätten die FCK-Fans in letzter Zeit immer richtig gut abgeliefert.
Dieterle:
Dann schauen wir mal, wie sehr die Geduld der FCK-Anhänger am Samstagabend strapaziert wird. Julian, vielen Dank für deinen Ausblick aufs Fußballwochenende.
Beimel:
Gerne.