Neue mRNA-Produktionsanlage bei Merck
Es ist vom Durchbruch des Jahrhunderts die Rede, die Medizin der Zukunft. Und Merck ist startklar. Mit der neuen Anlage kann das Darmstädter Unternehmen mRNA-Wirkstoffe entwickeln und produzieren. Bereits seit 60 Jahren forschen Wissenschaftler an der Messenger-RNA als Therapiemöglichkeit für zahlreiche Krankheiten. Seit dem Corona-Impfstoff nun erst recht auf Hochtouren.
Matthias Heinzel, Mitglied der Geschäftsleitung Merck
„Es sind in Summe mehr als 500 Studien momentan in der Arbeit, wo eben Forscher weltweit, Pharmaunternehmen, kleine Biotech-Firmen, daran arbeiten, und insofern glauben wir, als Merck werden wir unseren Beitrag leisten, damit es hier zu einem größeren Durchbruch kommt für diese Technologie und zum Nutzen der Patienten.“
Das Potential ist riesig, nicht nur bei Infektionskrankheiten wie Covid 19. Die mRNA-Technologie ist auch eine große Hoffnung für bislang unheilbare und seltene Erbkrankheiten.
Dirk Lange, Leiter Bereich Life Science Services
„Ganz speziell ist eben der Aspekt, dass es weg geht von einer reinen Behandlung und hin zur wirklichen Heilung von bestimmten Erkrankungen und das ist ein sehr breites Feld von Onkologie-Anwendungen in der Krebsforschung über Autoimmunkrankheiten, Herzkrankheiten, also ein sehr, sehr breites Spektrum und eine wirklich sehr vielversprechende Technologie.“
In die beiden neuen mRNA-Produktionsanlagen in Hamburg und Darmstadt hat Merck rund 28 Millionen Euro investiert. Im Laufe der nächsten zehn Jahre soll es insgesamt eine Milliarde Euro sein. Neben dem mRNA-Wirkstoff kann Merck hier auch die nötigen sogenannten Lipide herstellen. Das sind Fettmoleküle, die der mRNA als Verpackung dienen und dafür sorgen, dass der Wirkstoff an sein Ziel im menschlichen Körper kommt. Damit will sich das Unternehmen zu einem der wichtigsten Produzenten und Dienstleister für Forschung und Pharmaunternehmen etablieren.









