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Treffen der CDU-Innenminister in Frankfurt

Sep. 6, 2023

Die Arbeit der Polizei ist durch die Internetkriminalität deutlich schwieriger geworden. Doch die Ermittler profitieren auch von modernen digitalen Techniken. Im Polizeipräsidium Frankfurt haben die Beamten heute die Einsatzleitung mithilfe moderner Analysewerkzeuge geübt.
Eine rechte Terrorgruppe soll einen Terroranschlag in Hessen planen. Laut eines Informanten wollen die Verdächtigen sich in einem Restaurant treffen. Hier aus der Befehlsstelle im Frankfurter Polizeipräsidium wird der Einsatz gesteuert. In einem interaktiven Dokument, das von überall einsehbar ist, halten die Polizisten jeden Schritt fest. Ein verdeckter Ermittler betritt das Restaurant, ausgestattet mit einer verstecken Kamera. Eine Person können die Beamten als Gefährder aus der Reichsbürgerszene identifizieren. Ein Check in der Datenbank. Die Verdächtigen werden observiert. Eine Drohne dokumentiert, wie sie Taschen mit Waffen aus einer Hütte tragen. Zugriff freigegeben, die beiden Männer werden festgenommen.

Thomas Seidel, Inspekteur Polizei Hessen
„Solche Szenarien sind leider in der heutigen Zeit auch realistisch. Und wir als Polizei bereiten uns darauf vor, taktisch, technisch, sie haben es ja gesehen, mit welchen Möglichkeiten wir momentan umgehen können, das ist sehr förderlich und dementsprechend ist die Lage heute sehr realistisch gewesen, auch in der Lageführung und in der Lagelösung.“

Forensiker untersuchen das Handy eines Verdächtigen. Ein KI-gestütztes Tool scannt die Bildergalerie und Chats. Fotos von Personen können die Polizisten direkt mit ihrer Datenbank abgleichen. Neben der Presse verfolgen auch der hessische Innenminister Peter Beuth und einige seiner Amtskollegen die Übung. Der Auftakt eines CDU/CSU-Innenministertreffens.

Peter Beuth (CDU), Innenminister Hessen
„Das, was in der Vergangenheit Kollegen aus Aktenordnern zusammen suchen mussten, mühsam aus ihrem Gedächtnis heraus Erkenntnisse sammeln, den Datenabgleich, Bilderabgleich und so weiter herstellen, all diese Dinge werden heute technisch unterstützt.“

Das digitale Instrument gibt es in Hessen seit fünf Jahren. Beuths Forderung an die Bundesregierung: Es für alle Bundesländer freigeben.
Hier in Frankfurt ist man Dank der Übung heute jedenfalls auf den Einsatz der Techniken vorbereitet.