Wohnung im Turm des Frankfurter Doms
Mit dem Grand Tower hat Frankfurt das höchste Wohngebäude Deutschlands. Auf rund 170 Metern hat man sicherlich den mit Abstand besten Ausblick auf die gesamte Stadt. Doch auch schon vor den ganzen Wolkenkratzern, im 15. Jahrhundert, war wohnen in luftiger Höhe in Frankfurt bereits möglich. Die Wohnung gibt es bis heute – sie befindet sich einem der Wahrzeichen der Stadt, dem Frankfurter Dom.
328 Stufen sind es hinauf bis zur Haustür.
Dennis Bruns, Dommuseum
„Hier zu wohnen war sicher beschwerlich, aber mit Sicherheit auch sehr, sehr eindrucksvoll. Hat ein bisschen was von Rapunzel, ja. Man hat sich damals wahrscheinlich zweimal überlegt, ob man irgendwas oben vergisst – oder es ist einem nur einmal passiert.“
Einst eine romanische Kirche begann 1415 der Um- und teilweise Neubau des Doms im gotischen Stil, wie wir ihn heute kennen. In diesem Zuge wurde auch eine Wohnung errichtet, hoch oben, auf 66 Metern. Seit der Fertigstellung im Jahre 1512 wohnte hier über Jahrhunderte hinweg der sogenannte Türmer.
Dennis Bruns, Dommuseum
„Der Türmer war eine Art Feuerwehrmann mit erweitertem Aufgabenfeld. Also der Türmer hat vor allem über die Stadt gewacht und nach Bränden Ausschau gehalten, aber der Türmer hat auch gleichzeitig nach Angriffen auf die Stadt oder dem Marktboot geschaut und hatte einfach den besten Ausblick über die Stadt und hat die BürgerInnen von hier oben informiert.“
Drei kleine Zimmer, kaum eine gerade Wand. Bis ins Jahr 1942 war die Türmerstube bewohnt. Fotos aus den 30ern des 20. Jahrhunderts zeigen, wie die Türmer damals gelebt haben. Eine kleine Kochecke mit Herd, Küchenutensilien und Schränkchen. Auch Ehefrauen und Kinder wohnten mit in der Stube, sogar Haustiere. Um all die Möbel, Nahrungsmittel, Wasser und so weiter nach oben zu transportieren, gab es einen kleinen Lastenaufzug. Gerüchten zufolge sollen Lehrlinge als Mutprobe damals damit hoch und runter gefahren sein. Rund um die Wohnung herum zieht sich eine kleine Aussichtsplattform – der Arbeitsplatz des Türmers.
Dennis Bruns, Dommuseum
„Der Türmer konnte von hier oben wirklich alles überblicken. Also Sie haben hier die Paulskirche, den Römer, Sie haben eine Menge Frankfurter Wahrzeichen, die Sie von hier oben wiedererkennen und über die hatte er halt den Überblick und er befand sich weitaus höher als alle anderen Kirchtürme oder alle anderen Gebäude, die hier im Umkreis sind.“
Seine wichtigste Aufgabe: Die Stadt beobachten und bei Feuer Alarm schlagen. Die dafür verwendete Sturmglocke gibt es heute nicht mehr.
Dennis Bruns, Dommuseum
„Sollte es in Frankfurt gebrannt haben, dann haben die BürgerInnen in dem Haus, wo es gebrannt hat und drum herum einen infernalischen Lärm produziert, das war der sogenannte Frankfurter Feuerlärm. Dafür haben sie alles naheliegende genommen, womit man Lärm erzeugen konnte, wahrscheinlich Pfannen und Töpfe und haben drauf geschlagen, sodass sie solch einen Lärm produziert haben, dass selbst der Türmer es hier oben hören konnte und dann die Feuerwehr in die richtige Richtung lotsen konnte.“
Heute wohnt hier niemand mehr. Die Stadt hat die Wohnung sanieren lassen. Pünktlich zum Museumsuferfest Ende August soll die Türmerstube für Führungen geöffnet werden.
328 Stufen sind es hinauf bis zur Haustür.
Dennis Bruns, Dommuseum
„Hier zu wohnen war sicher beschwerlich, aber mit Sicherheit auch sehr, sehr eindrucksvoll. Hat ein bisschen was von Rapunzel, ja. Man hat sich damals wahrscheinlich zweimal überlegt, ob man irgendwas oben vergisst – oder es ist einem nur einmal passiert.“
Einst eine romanische Kirche begann 1415 der Um- und teilweise Neubau des Doms im gotischen Stil, wie wir ihn heute kennen. In diesem Zuge wurde auch eine Wohnung errichtet, hoch oben, auf 66 Metern. Seit der Fertigstellung im Jahre 1512 wohnte hier über Jahrhunderte hinweg der sogenannte Türmer.
Dennis Bruns, Dommuseum
„Der Türmer war eine Art Feuerwehrmann mit erweitertem Aufgabenfeld. Also der Türmer hat vor allem über die Stadt gewacht und nach Bränden Ausschau gehalten, aber der Türmer hat auch gleichzeitig nach Angriffen auf die Stadt oder dem Marktboot geschaut und hatte einfach den besten Ausblick über die Stadt und hat die BürgerInnen von hier oben informiert.“
Drei kleine Zimmer, kaum eine gerade Wand. Bis ins Jahr 1942 war die Türmerstube bewohnt. Fotos aus den 30ern des 20. Jahrhunderts zeigen, wie die Türmer damals gelebt haben. Eine kleine Kochecke mit Herd, Küchenutensilien und Schränkchen. Auch Ehefrauen und Kinder wohnten mit in der Stube, sogar Haustiere. Um all die Möbel, Nahrungsmittel, Wasser und so weiter nach oben zu transportieren, gab es einen kleinen Lastenaufzug. Gerüchten zufolge sollen Lehrlinge als Mutprobe damals damit hoch und runter gefahren sein. Rund um die Wohnung herum zieht sich eine kleine Aussichtsplattform – der Arbeitsplatz des Türmers.
Dennis Bruns, Dommuseum
„Der Türmer konnte von hier oben wirklich alles überblicken. Also Sie haben hier die Paulskirche, den Römer, Sie haben eine Menge Frankfurter Wahrzeichen, die Sie von hier oben wiedererkennen und über die hatte er halt den Überblick und er befand sich weitaus höher als alle anderen Kirchtürme oder alle anderen Gebäude, die hier im Umkreis sind.“
Seine wichtigste Aufgabe: Die Stadt beobachten und bei Feuer Alarm schlagen. Die dafür verwendete Sturmglocke gibt es heute nicht mehr.
Dennis Bruns, Dommuseum
„Sollte es in Frankfurt gebrannt haben, dann haben die BürgerInnen in dem Haus, wo es gebrannt hat und drum herum einen infernalischen Lärm produziert, das war der sogenannte Frankfurter Feuerlärm. Dafür haben sie alles naheliegende genommen, womit man Lärm erzeugen konnte, wahrscheinlich Pfannen und Töpfe und haben drauf geschlagen, sodass sie solch einen Lärm produziert haben, dass selbst der Türmer es hier oben hören konnte und dann die Feuerwehr in die richtige Richtung lotsen konnte.“
Heute wohnt hier niemand mehr. Die Stadt hat die Wohnung sanieren lassen. Pünktlich zum Museumsuferfest Ende August soll die Türmerstube für Führungen geöffnet werden.









