Koblenzer Amt organisiert Ausrüstung der Bundeswehr
100 Milliarden Euro Sondervermögen für die Bundeswehr. Die viel zitierte „Zeitenwende“ ist Ihnen sicher ein Begriff. Doch wussten Sie auch, dass das Geld hier bei uns in Rheinland-Pfalz, genauer in Koblenz ausgegeben wird? Und zwar durch das Bundeswehr-Beschaffungsamt. Hier wird Ausrüstung aber nicht nur beschafft, sie wird auch für den Einsatz getestet. Das haben wir uns genauer angesehen.
Kippt er oder kippt er nicht? Hier in der Wehrtechnischen Dienststelle 41 der Bundeswehr in Koblenz wird der Transportpanzer Fuchs auf Herz und Nieren geprüft. Denn welche Anstiege und Schieflagen er in unwegsamem Gelände überwinden kann und wo die Grenzen sind, sollen Bundeswehrsoldaten nicht erst im Einsatz rausfinden.
Die Wehrtechnische Dienststelle untersteht dem BAAINBw, dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr mit Hauptsitz in Koblenz.
Sein Auftrag: Alles beschaffen, testen und instand halten, was Bundeswehrsoldaten im Einsatz brauchen. Von Waffen und Munition über Fahrzeuge bis hin zur persönlicher Schutzausrüstung oder Informationstechnik.
Und das natürlich, so schnell wie möglich, erklärt die Präsidentin.
Annette Lehnigk-Emden, Präsidentin BAAINBw Koblenz
„Und dazu dient natürlich auch der Kauf marktverfügbarer Produkte. Das heißt, wir entwickeln nicht, sondern wir kaufen Sachen, die schon da sind. So, und dann haben wir im Prinzip nur das Produktionsthema, also die Industrie muss dann anfangen, zu produzieren. Aber sie müssen nichts entwickeln, wo wir Risiken haben nachher, ob es klappt oder nicht klappt.“
Zuletzt geriet das Bundesamt in die Schlagzeilen, weil ein Mitarbeiter für Russland spioniert haben soll. Äußern will man sich hier dazu nicht, verweist auf die Bundesanwaltschaft.
Immer wieder ist das BAAINBw in der Presse. Vor allem mit Berichten darüber, was alles nicht klappt bei der Ausrüstung der Truppe. Das kann vorkommen, sagt Annette Lehnigk-Emden. Ihre rund 11.000 Mitarbeiter managen jährlich rund 1.600 Projekte. Da sei nicht auszuschließen, dass es in Einzelfällen auch mal Schwierigkeiten gebe. Und:
Annette Lehnigk-Emden, Präsidentin BAAINBw Koblenz
„Wenn wir anfangen, haben schon viele gearbeitet. Es wird uns gesagt, was wir kaufen sollen, wir bekommen die Gelder dafür und dann dürfen wir erst nach außen gehen. Und wenn wir nach außen gehen, dann wird der Beschaffungsprozess erst sichtbar. Das heißt, wir stehen stellvertretend für das Gesamtsystem im Fokus, das ist mir wichtig.“
Bei die Vergabe der oft hochdotierten Aufträge muss das BAAINBw strenge Richtlinien einhalten. Gehen einzelne Unternehmen davon aus, benachteiligt worden zu sein, können sie klagen. Das stoppt den gesamten Beschaffungsprozess solange, bis zwei Instanzen überprüft haben, ob das BAAINBw den Auftrag richtig ausgeschrieben und vergeben hat.
Aufträge, die Gesamtkosten von 25 Mio. Euro überschreiten, darf das BAAINBw nicht einfach tätigen. Sie müssen vom Bundestag bewilligt werden, das kostet Zeit.
Wo sie es selbst in der Hand hat, will Annette Lehnigk-Emden künftig schneller werden.
Annette Lehnigk-Emden, Präsidentin BAAINBw Koblenz
„Wir schaffen jetzt nicht alle 164 Regeln, die in diesem Haus gelten für die Beschaffung ab, sondern wir gucken in jedem Einzelprojekt, wie wir ans Ziel kommen, nämlich schnell zu kaufen.“
Lange Wartezeiten gibt es aktuell aber auch bei der Produktion und Lieferung. Von den 100 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen hat das Bundesamt deshalb erst einen Bruchteil ausgegeben. Denn es werde erst bezahlt, wenn die Unternehmen auch liefern. Bis Ende des Jahres sollen aber 2/3 des Geldes verplant und in Verträgen gebunden sein.
Beispielsweise soll ein neues Rollstraßen-System beschafft werden. Die wehrtechnische Dienststelle prüft aktuell, welches am besten geeignet ist. Rollstraßen werden ausgelegt, damit schwere Fahrzeuge auch über Böden fahren können, in denen sie ansonsten einsinken oder steckenbleiben würden. Mithilfe des Erd-und Grundbaulabors können die Prüfer verschiedene Bodenbeschaffenheiten herstellen und anschließend auf einer Teststrecke ausbringen. Mal sandiger, mal matschiger, je nachdem welches Einsatzgebiet nachgestellt werden soll.
Und wie ist die Lage beim Transportpanzer Fuchs? 23 Grad Neigung bringen ihn noch lange nichts ins Wanken. Test bestanden, er ist bereit für seinen Einsatz.
Kippt er oder kippt er nicht? Hier in der Wehrtechnischen Dienststelle 41 der Bundeswehr in Koblenz wird der Transportpanzer Fuchs auf Herz und Nieren geprüft. Denn welche Anstiege und Schieflagen er in unwegsamem Gelände überwinden kann und wo die Grenzen sind, sollen Bundeswehrsoldaten nicht erst im Einsatz rausfinden.
Die Wehrtechnische Dienststelle untersteht dem BAAINBw, dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr mit Hauptsitz in Koblenz.
Sein Auftrag: Alles beschaffen, testen und instand halten, was Bundeswehrsoldaten im Einsatz brauchen. Von Waffen und Munition über Fahrzeuge bis hin zur persönlicher Schutzausrüstung oder Informationstechnik.
Und das natürlich, so schnell wie möglich, erklärt die Präsidentin.
Annette Lehnigk-Emden, Präsidentin BAAINBw Koblenz
„Und dazu dient natürlich auch der Kauf marktverfügbarer Produkte. Das heißt, wir entwickeln nicht, sondern wir kaufen Sachen, die schon da sind. So, und dann haben wir im Prinzip nur das Produktionsthema, also die Industrie muss dann anfangen, zu produzieren. Aber sie müssen nichts entwickeln, wo wir Risiken haben nachher, ob es klappt oder nicht klappt.“
Zuletzt geriet das Bundesamt in die Schlagzeilen, weil ein Mitarbeiter für Russland spioniert haben soll. Äußern will man sich hier dazu nicht, verweist auf die Bundesanwaltschaft.
Immer wieder ist das BAAINBw in der Presse. Vor allem mit Berichten darüber, was alles nicht klappt bei der Ausrüstung der Truppe. Das kann vorkommen, sagt Annette Lehnigk-Emden. Ihre rund 11.000 Mitarbeiter managen jährlich rund 1.600 Projekte. Da sei nicht auszuschließen, dass es in Einzelfällen auch mal Schwierigkeiten gebe. Und:
Annette Lehnigk-Emden, Präsidentin BAAINBw Koblenz
„Wenn wir anfangen, haben schon viele gearbeitet. Es wird uns gesagt, was wir kaufen sollen, wir bekommen die Gelder dafür und dann dürfen wir erst nach außen gehen. Und wenn wir nach außen gehen, dann wird der Beschaffungsprozess erst sichtbar. Das heißt, wir stehen stellvertretend für das Gesamtsystem im Fokus, das ist mir wichtig.“
Bei die Vergabe der oft hochdotierten Aufträge muss das BAAINBw strenge Richtlinien einhalten. Gehen einzelne Unternehmen davon aus, benachteiligt worden zu sein, können sie klagen. Das stoppt den gesamten Beschaffungsprozess solange, bis zwei Instanzen überprüft haben, ob das BAAINBw den Auftrag richtig ausgeschrieben und vergeben hat.
Aufträge, die Gesamtkosten von 25 Mio. Euro überschreiten, darf das BAAINBw nicht einfach tätigen. Sie müssen vom Bundestag bewilligt werden, das kostet Zeit.
Wo sie es selbst in der Hand hat, will Annette Lehnigk-Emden künftig schneller werden.
Annette Lehnigk-Emden, Präsidentin BAAINBw Koblenz
„Wir schaffen jetzt nicht alle 164 Regeln, die in diesem Haus gelten für die Beschaffung ab, sondern wir gucken in jedem Einzelprojekt, wie wir ans Ziel kommen, nämlich schnell zu kaufen.“
Lange Wartezeiten gibt es aktuell aber auch bei der Produktion und Lieferung. Von den 100 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen hat das Bundesamt deshalb erst einen Bruchteil ausgegeben. Denn es werde erst bezahlt, wenn die Unternehmen auch liefern. Bis Ende des Jahres sollen aber 2/3 des Geldes verplant und in Verträgen gebunden sein.
Beispielsweise soll ein neues Rollstraßen-System beschafft werden. Die wehrtechnische Dienststelle prüft aktuell, welches am besten geeignet ist. Rollstraßen werden ausgelegt, damit schwere Fahrzeuge auch über Böden fahren können, in denen sie ansonsten einsinken oder steckenbleiben würden. Mithilfe des Erd-und Grundbaulabors können die Prüfer verschiedene Bodenbeschaffenheiten herstellen und anschließend auf einer Teststrecke ausbringen. Mal sandiger, mal matschiger, je nachdem welches Einsatzgebiet nachgestellt werden soll.
Und wie ist die Lage beim Transportpanzer Fuchs? 23 Grad Neigung bringen ihn noch lange nichts ins Wanken. Test bestanden, er ist bereit für seinen Einsatz.









