Kraftsportlerin aus Germersheim
Wie schwer können Sie ziehen? Vielleicht können Sie einen großen Baumstamm bewegen oder mal Ihren Kleiderschrank? Bei Sina Schramme ist es ein LKW. Denn die Germersheimerin ist amtierende Meisterin in ihrer Gewichtsklasse im Extrem-Kraftsport „Strongman“. Und sie bereitet sich aktuell auf die anstehende Europameisterschaft in London vor.
Dieses Gesicht verrät: Hier ist gerade jeder Muskel im Einsatz. Bis zu 255 Kilogramm kann Sina Schramme zehn Meter weit tragen. Und zwar in der Disziplin „Yoke Walk“, eine ihrer liebsten in der Sportart Strongman.
Sina Schramme, Extremkraftsportlerin aus Germersheim
„Beim Yoke Walk trägt man eine Art Gestell, was aussieht von der Form her wie ein H. Also eine Stange ist in der Mitte. Man geht da drunter, sodass man die Stange mit den Schultern anheben kann, das gesamte Gestell anheben kann, und damit läuft man dann. Wir heben nicht einfach nur irgendwelche Stangen oder Gewichte hoch, sondern das ist teilweise ein bisschen verrückt. Das heißt, wir heben Betonkugeln, ziehen LKW, drücken Baumstämme über Kopf.“
Vor zwei Jahren erst wurde Sina Schramme von Freunden zu ihrem ersten Strongman-Training mitgenommen.
Sina Schramme, Extremkraftsportlerin aus Germersheim
„Habe dann mit Leichtigkeit erst die Frauengewichte bewegt und dann unwissentlich Männergewichte in die Hand gedrückt bekommen und konnte die auch teilweise bewegen. Und da habe ich ziemlich Blut geleckt.“
Seitdem trainiert sie vier Mal wöchentlich, hebt Gewichte Stufen hoch oder sprintet mit einhundert Kilo schweren Sandsäcken auf dem Arm. Und das so erfolgreich, dass sie vergangenes Jahr an ihren ersten Wettkämpfen teilgenommen hat. Ihr bisher größter Erfolg: der erste Platz bei den Deutschen Meisterschaften.
Sina Schramme, Deutsche Meisterin im „Strongman“
„Es ist auf jeden Fall so, dass, wenn man Bestleistungen abrufen will, sich immer voll drauf fokussieren muss und immer alles andere abschalten muss. Ich sage immer gerne ‚Ich muss meinen Tunnel finden. Ich muss in den Tunnel kommen und wenn ich das schaffe, dann habe ich auch eine gute Chance, die Kraft, die ich eigentlich habe, umzusetzen.‘ Und wenn’s dann tatsächlich klappt, dann ist das ein großes, emotionales Feuerwerk. Das ist unbeschreiblich und dann bin ich ein kleiner Kolibri, der mit den Flügeln flattert.“
Trainiert wird meistens im Fitnessraum von Trainingspartner Stefan Schüßler. Er hat fast alle Geräte zu Hause, die es für den Strongman braucht. Eine Randsportart in Deutschland, denn Vereine gibt es nicht. Nur einen Dachverband, der bundesweit Wettkämpfe organisiert. Das bedeutet für die Sportler, dass sie sich selbst finanzieren müssen. Knapp 12.000 Euro kostet seine Ausstattung.
Stefan Schüßler, Extremkraftsportler aus Böhl-Iggelheim
„Teilweise kommen Leute her, die eine Stunde Autofahrt haben oder länger, nur um hier mit uns trainieren zu können. Dann artet so ein Training auch mal anstatt eineinhalb Stunden in drei oder vier Stunden aus, weil man viel quatscht, man genießt die Zeit zusammen. So hat sich das ein bisschen etabliert, dass hier in der Region meine Garage eine Anlaufstelle geworden ist, wo viele Strongman-interessierte Leute herkommen, um das zu trainieren.“
Auch für ihn geht es morgen mit dem Flugzeug nach London zu den European Championships. Apropos Flugzeug – auf Schrammes Liste steht auch:
Sina Schramme, Extrem-Kraftsportlerin aus Germersheim
„Ein Flugzeug zu ziehen. Das haben schon einige große Strongmen gemacht. Allerdings traue ich mir das definitiv nicht – noch nicht – nicht zu. Ich weiß nicht, ob Frauen die Kraft dafür aufbringen können.“
Jetzt heißt es aber erst einmal Kraft sammeln für den anstehenden Wettkampf, der am Freitag beginnt. Schrammes Ziel hier: Ein Platz unter den Top Ten.
Dieses Gesicht verrät: Hier ist gerade jeder Muskel im Einsatz. Bis zu 255 Kilogramm kann Sina Schramme zehn Meter weit tragen. Und zwar in der Disziplin „Yoke Walk“, eine ihrer liebsten in der Sportart Strongman.
Sina Schramme, Extremkraftsportlerin aus Germersheim
„Beim Yoke Walk trägt man eine Art Gestell, was aussieht von der Form her wie ein H. Also eine Stange ist in der Mitte. Man geht da drunter, sodass man die Stange mit den Schultern anheben kann, das gesamte Gestell anheben kann, und damit läuft man dann. Wir heben nicht einfach nur irgendwelche Stangen oder Gewichte hoch, sondern das ist teilweise ein bisschen verrückt. Das heißt, wir heben Betonkugeln, ziehen LKW, drücken Baumstämme über Kopf.“
Vor zwei Jahren erst wurde Sina Schramme von Freunden zu ihrem ersten Strongman-Training mitgenommen.
Sina Schramme, Extremkraftsportlerin aus Germersheim
„Habe dann mit Leichtigkeit erst die Frauengewichte bewegt und dann unwissentlich Männergewichte in die Hand gedrückt bekommen und konnte die auch teilweise bewegen. Und da habe ich ziemlich Blut geleckt.“
Seitdem trainiert sie vier Mal wöchentlich, hebt Gewichte Stufen hoch oder sprintet mit einhundert Kilo schweren Sandsäcken auf dem Arm. Und das so erfolgreich, dass sie vergangenes Jahr an ihren ersten Wettkämpfen teilgenommen hat. Ihr bisher größter Erfolg: der erste Platz bei den Deutschen Meisterschaften.
Sina Schramme, Deutsche Meisterin im „Strongman“
„Es ist auf jeden Fall so, dass, wenn man Bestleistungen abrufen will, sich immer voll drauf fokussieren muss und immer alles andere abschalten muss. Ich sage immer gerne ‚Ich muss meinen Tunnel finden. Ich muss in den Tunnel kommen und wenn ich das schaffe, dann habe ich auch eine gute Chance, die Kraft, die ich eigentlich habe, umzusetzen.‘ Und wenn’s dann tatsächlich klappt, dann ist das ein großes, emotionales Feuerwerk. Das ist unbeschreiblich und dann bin ich ein kleiner Kolibri, der mit den Flügeln flattert.“
Trainiert wird meistens im Fitnessraum von Trainingspartner Stefan Schüßler. Er hat fast alle Geräte zu Hause, die es für den Strongman braucht. Eine Randsportart in Deutschland, denn Vereine gibt es nicht. Nur einen Dachverband, der bundesweit Wettkämpfe organisiert. Das bedeutet für die Sportler, dass sie sich selbst finanzieren müssen. Knapp 12.000 Euro kostet seine Ausstattung.
Stefan Schüßler, Extremkraftsportler aus Böhl-Iggelheim
„Teilweise kommen Leute her, die eine Stunde Autofahrt haben oder länger, nur um hier mit uns trainieren zu können. Dann artet so ein Training auch mal anstatt eineinhalb Stunden in drei oder vier Stunden aus, weil man viel quatscht, man genießt die Zeit zusammen. So hat sich das ein bisschen etabliert, dass hier in der Region meine Garage eine Anlaufstelle geworden ist, wo viele Strongman-interessierte Leute herkommen, um das zu trainieren.“
Auch für ihn geht es morgen mit dem Flugzeug nach London zu den European Championships. Apropos Flugzeug – auf Schrammes Liste steht auch:
Sina Schramme, Extrem-Kraftsportlerin aus Germersheim
„Ein Flugzeug zu ziehen. Das haben schon einige große Strongmen gemacht. Allerdings traue ich mir das definitiv nicht – noch nicht – nicht zu. Ich weiß nicht, ob Frauen die Kraft dafür aufbringen können.“
Jetzt heißt es aber erst einmal Kraft sammeln für den anstehenden Wettkampf, der am Freitag beginnt. Schrammes Ziel hier: Ein Platz unter den Top Ten.









