Drei Pflegeheime in Bad Nauheim schließen
„In gut vier Wochen müssen Sie aus ihrer Wohnung ausziehen.“ Diese Nachricht würde Sie auch umhauen, nehme ich an. Besonders heftig ist es aber, wenn man nicht mehr alleine wohnen kann und auf Hilfe angewiesen ist. Im hessischen Bad Nauheim schließen Ende August gleich drei Seniorenheime. Wo die 113 Bewohner dann stattdessen unterkommen sollen, völlig ungewiss.
Die Küchler Straße, sie wird nicht mehr lange die Anschrift von Haus Regina sein. Weil der Betreiber insolvent ist, gehen in diesem Seniorenheim ebenso wie in den Häuser Christa und Württemberg bald die Lichter aus.
Dass in Bad Nauheim gleich drei Senioreneinrichtungen auf einmal schließen, hat Bürgermeister Klaus Kreß aus der Presse erfahren.
Klaus Kreß, parteilos, Bürgermeister Bad Nauheim: „Ich bin schon ein wenig sauer darüber und enttäuscht, über die Art und Weise der Kommunikation. Dass eine Insolvenz eintreten kann, das eine Veränderung eintritt, ja gut, so ist das Leben. Aber ich hätte mir eine frühere und eine deutlichere und eine klarere Kommunikation definitiv gewünscht. Es war ein Schock in Bad Nauheim.“
Ein Schock vor allem für die 113 Bewohner der drei Häuser und deren Angehörige. Auch 75 Mitarbeiter müssen sich jetzt einen neuen Job suchen. Drehen dürfen wir hier nicht und auch die Einrichtungsleiter wollen nicht mit uns sprechen.
Schriftlich teilt die Dorea-Gruppe, zu der der Betreiber der Residenzen gehört, mit:
Dorea-Gruppe: „Die Schließungen mussten sehr kurzfristig entschieden werden. Deshalb konnten im ersten Gespräch mit den Angehörigen und Betreuer*innen noch keine Alternativlösungen im ersten Gespräch kommuniziert werden.“
Heißt, wo die Bewohner künftig wohnen sollen, ist noch völlig unklar. Klar ist nur, sie müssen bis zum 31. August ausziehen.
Klaus Kreß, parteilos, Bürgermeister Bad Nauheim: „Ich kenne niemanden, der einen Ortswechel und einen Wohnungswechsel einfach so in Kauf nimmt. Das ist immer mit Schmerz und Ängsten verbunden. Und je älter man ist und je pflegebedürftiger man ist, ich glaub, dann ist es nochmal richtig schlimm.“
Die Dorea-Gruppe begründet die Insolvenz des Betreibers mit massiven Kostensteigerungen bei der Energie und dem Personal.
Viele Senioreneinrichtungen seien in einer prekären wirtschaftlichen Lage, erklärt Gesundheitsökonom Peter Coy. Vor allem der Personalmangel verschlinge Geld. Fehlen Mitarbeiter, müssen die Heime oft deutlich teurere Leihkräfte engagieren. Und:
Prof. Peter Coy, Gesundheitsökonom Hochschule RheinMain: „Wenn zu wenig Personal da ist, dann kann ein verantwortungsvoller Pflegebetreiber die Betten nicht belegen. Mit den Kassen werden im Schnitt 96% Belegungsquote vereinbart. Habe ich die Belegungsquote nicht, dann habe ich Mindererlöse, weniger Einnahmen. Die Fixkosten bleiben gleich und dann erleiden die Pflegeunternehmen sofort Verlust.“
Da es sich bei den Häusern Regina, Christa und Württemberg um private Einrichtungen handelt, sind der Stadt die Hände gebunden. Klaus Kreß will sich trotzdem nicht geschlagen geben. Er ist bereits im Gespräch mit möglichen neuen Betreibern.
Dass eine kurzfristige Lösung aber noch bis Ende August gefunden wird, ist unwahrscheinlich.
Die Küchler Straße, sie wird nicht mehr lange die Anschrift von Haus Regina sein. Weil der Betreiber insolvent ist, gehen in diesem Seniorenheim ebenso wie in den Häuser Christa und Württemberg bald die Lichter aus.
Dass in Bad Nauheim gleich drei Senioreneinrichtungen auf einmal schließen, hat Bürgermeister Klaus Kreß aus der Presse erfahren.
Klaus Kreß, parteilos, Bürgermeister Bad Nauheim: „Ich bin schon ein wenig sauer darüber und enttäuscht, über die Art und Weise der Kommunikation. Dass eine Insolvenz eintreten kann, das eine Veränderung eintritt, ja gut, so ist das Leben. Aber ich hätte mir eine frühere und eine deutlichere und eine klarere Kommunikation definitiv gewünscht. Es war ein Schock in Bad Nauheim.“
Ein Schock vor allem für die 113 Bewohner der drei Häuser und deren Angehörige. Auch 75 Mitarbeiter müssen sich jetzt einen neuen Job suchen. Drehen dürfen wir hier nicht und auch die Einrichtungsleiter wollen nicht mit uns sprechen.
Schriftlich teilt die Dorea-Gruppe, zu der der Betreiber der Residenzen gehört, mit:
Dorea-Gruppe: „Die Schließungen mussten sehr kurzfristig entschieden werden. Deshalb konnten im ersten Gespräch mit den Angehörigen und Betreuer*innen noch keine Alternativlösungen im ersten Gespräch kommuniziert werden.“
Heißt, wo die Bewohner künftig wohnen sollen, ist noch völlig unklar. Klar ist nur, sie müssen bis zum 31. August ausziehen.
Klaus Kreß, parteilos, Bürgermeister Bad Nauheim: „Ich kenne niemanden, der einen Ortswechel und einen Wohnungswechsel einfach so in Kauf nimmt. Das ist immer mit Schmerz und Ängsten verbunden. Und je älter man ist und je pflegebedürftiger man ist, ich glaub, dann ist es nochmal richtig schlimm.“
Die Dorea-Gruppe begründet die Insolvenz des Betreibers mit massiven Kostensteigerungen bei der Energie und dem Personal.
Viele Senioreneinrichtungen seien in einer prekären wirtschaftlichen Lage, erklärt Gesundheitsökonom Peter Coy. Vor allem der Personalmangel verschlinge Geld. Fehlen Mitarbeiter, müssen die Heime oft deutlich teurere Leihkräfte engagieren. Und:
Prof. Peter Coy, Gesundheitsökonom Hochschule RheinMain: „Wenn zu wenig Personal da ist, dann kann ein verantwortungsvoller Pflegebetreiber die Betten nicht belegen. Mit den Kassen werden im Schnitt 96% Belegungsquote vereinbart. Habe ich die Belegungsquote nicht, dann habe ich Mindererlöse, weniger Einnahmen. Die Fixkosten bleiben gleich und dann erleiden die Pflegeunternehmen sofort Verlust.“
Da es sich bei den Häusern Regina, Christa und Württemberg um private Einrichtungen handelt, sind der Stadt die Hände gebunden. Klaus Kreß will sich trotzdem nicht geschlagen geben. Er ist bereits im Gespräch mit möglichen neuen Betreibern.
Dass eine kurzfristige Lösung aber noch bis Ende August gefunden wird, ist unwahrscheinlich.









