Ministerpräsident Rhein besucht Rüstungsunternehmen Rheinmetall
In dieser Werkhalle in Kassel bauen Mitarbeiter von Rheinmetall den Transportpanzer Fuchs zusammen. Hier etwa die so genannte „Hochzeit“ – das Verschmelzen von Karosserie und Motor. Heute zu Besuch: Hessens Ministerpräsident Boris Rhein, der sich von Rheinmetall-Chef Armin Papperger durch die Produktion führen lässt und sich dabei nicht nur beeindruckt, sondern auch dankbar zeigt.
Boris Rhein, CDU, Ministerpräsident Hessen: „Rheinmetall ist natürlich für uns als Land, als Land Hessen, von besonderer Bedeutung hier am Rüstungsstandort Kassel. Und ich bin sehr dankbar, dass hier von Rheinmetall aus die Ukraine massiv unterstützt wird und die Soldatinnen und Soldaten in der Ukraine in die Lage versetzt werden, die Freiheit für ganz Europa zu verteidigen. Und das ist das, was gerade in der Ukraine passiert.“
Zurzeit läuft am Rheinmetall-Standort Kassel nicht nur die Produktion des Transportpanzers Fuchs und des Schützenpanzers Marder auf Hochtouren: Auch Kampfpanzer vom Typ Leopard eins und zwei werden für die Übergabe an die Ukraine auf Vordermann gebracht.
Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender Rheinmetall AG: „Der Standort Kassel leistet im Augenblick enorm. Sie wissen, im letzten Jahr Februar, bzw. März hat der Kanzler mich ins Büro gerufen und hat gesagt: Die deutsche wehrtechnische Industrie muss leisten. Sie muss aufbauen. Wir haben hier im Werk Kassel aufgebaut. Wir haben mittlerweile 1400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Hochqualifizierte Leute.“
Sehr zur Freude des Ministerpräsidenten soll der Standort Kassel sogar noch erweitert werden – etwa um eine Produktionslinie für das neue Bundeswehr-Luftlandefahrzeug Caracal.
Dass die Rüstungsindustrie in Kassel immer weiter aufrüstet, kommt indes nicht bei allen gut an. Vor den Werkstoren von Rheinmetall demonstriert die Friedensbewegung unter Führung der Linkspartei beim Besuch von Boris Rhein heute für Abrüstung und eine Deeskalations-Strategie in Sachen Ukraine-Krieg.
Jan Schalauske, DIE LINKE, Fraktionsvorsitzender Landtag Hessen: „Rheinmetall ist kein Unternehmen wie jedes andere. Hier werden tödliche Waffen produziert, die in den Kriegen und Krisen dieser Welt zum Einsatz kommen. Es ist eine große Geschäftemacherei mit Krieg, mit Gewalt und Tod.“
Davon unbeeindruckt verkündet Boris Rhein: Er werde sich dafür einsetzen, dass ein möglichst großer Teil des 100-Milliarden-Euro-Sondervermögens für die Bundeswehr hier bei Rheinmetall in Kassel investiert werde. Und dass der geplante Nachfolger der Transportpanzers Fuchs wie schon sein Vorgänger wieder am Standort Kassel vom Band laufe.









