Tausende Ausbildungsplätze in Hessen noch unbesetzt
Diese Woche geht das Schuljahr in Hessen und Rheinland-Pfalz zu Ende und damit für viele auch ihre Schulzeit. Doch Tausende Schüler sind noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz, dabei gibt es mehr als genug offene Stellen. Vor allem das Handwerk tut sich schwer, seine Ausbildungsplätze an den Mann oder an die Frau zu bringen.
Karlheinz Schmidt hatte Glück. Der inzwischen 18-Jährige, genannt Charly, hat direkt nach der Schule seine Traum-Ausbildung gefunden: in einer Bio-Bäckerei in Wiesbaden. Mit den eigenen Händen jeden Tag Essen zuzubereiten, genau das, was Charly wollte. Auf die Stelle wurde er durch einen Tipp kurz vor Schulende aufmerksam.
Karlheinz Schmidt, Auszubildender
„Mein Religionslehrer, der hat mir den Kontakt gegeben und dann habe ich mich direkt beworben für ein Praktikum. Und ja, das hat mir gefallen beim Praktikum und dann habe ich angefangen.“
Andere hingegen suchen verzweifelt nach einer Ausbildungsstelle, dabei sollten die Aussichten eigentlich bestens sein: In Hessen gibt es derzeit über 16.000 offene Ausbildungsplätze, während 12.800 junge Menschen nach einer Stelle suchen. In Rheinland-Pfalz sind noch 12.500 Ausbildungsstellen nicht vergeben, bei knapp 8.000 Jugendlichen auf der Suche. Gewerkschaften sehen die Schulabgänger bei ihrer Ausbildungssuche schlecht informiert. So würde nur etwa jeder Vierte die Berufsberatung der Agentur für Arbeit in Anspruch nehmen. Die Arbeitsagentur hat aber vor allem eine Problemgruppe in Blick.
Frank Martin, Bundesagentur für Arbeit Hessen
„Mein Ziel ist es, insbesondere die wenigen tausend Personen zu erwischen, die drohen, direkt in den Arbeitsmarkt zu gehen hne vorherige Ausbildung und drohen nachher wieder bei uns aufzuschlagen beim Thema Bürgergeld, wenn sie nämlich langzeitarbeitslos zu werden drohen.“
Trotz vieler Stellen ist die Auswahl für Schulabgänger dennoch begrenzt: In Hessen bildet inzwischen nur noch jeder vierte Betrieb aus.
Bernhard Mundschenk, Handwerkskammer Wiesbaden
„Es gibt Betriebe, die ein bisschen frustriert sind, weil sie negative Erfahrungen gemacht haben. Aber es gibt nach wie vor sehr viele Betriebe, die das aus Überzeugung machen, und ich kenne persönlich sehr viele, die sogar weit über dem Bedarf ausbilden.“
Auch Konditor und Gesellschafter Volker Schmidt-Sköries sucht derzeit noch drei Azubis, neun hat er fürs kommende Ausbildungsjahr aber schon gefunden. Seine Bäckerei setzt vor allem auf den Austausch mit den Auszubildenden, das würde sich auch bei den Suchenden herumsprechen.
Volker Schmidt-Sköries, Gesellschafter Biokaiser GmbH
„Sie sind im Grunde involviert in ihrer eigenen Ausbildung, das heißt auch in der Mitgestaltung. Das hilft alles und ich glaube, dass die sich wertgeschätzt fühlen.“
Azubi Charly freut sich über das Mitspracherecht und hofft, dass bald noch mehr Azubi-Kollegen beim täglichen Backen mitanpacken.
Karlheinz Schmidt hatte Glück. Der inzwischen 18-Jährige, genannt Charly, hat direkt nach der Schule seine Traum-Ausbildung gefunden: in einer Bio-Bäckerei in Wiesbaden. Mit den eigenen Händen jeden Tag Essen zuzubereiten, genau das, was Charly wollte. Auf die Stelle wurde er durch einen Tipp kurz vor Schulende aufmerksam.
Karlheinz Schmidt, Auszubildender
„Mein Religionslehrer, der hat mir den Kontakt gegeben und dann habe ich mich direkt beworben für ein Praktikum. Und ja, das hat mir gefallen beim Praktikum und dann habe ich angefangen.“
Andere hingegen suchen verzweifelt nach einer Ausbildungsstelle, dabei sollten die Aussichten eigentlich bestens sein: In Hessen gibt es derzeit über 16.000 offene Ausbildungsplätze, während 12.800 junge Menschen nach einer Stelle suchen. In Rheinland-Pfalz sind noch 12.500 Ausbildungsstellen nicht vergeben, bei knapp 8.000 Jugendlichen auf der Suche. Gewerkschaften sehen die Schulabgänger bei ihrer Ausbildungssuche schlecht informiert. So würde nur etwa jeder Vierte die Berufsberatung der Agentur für Arbeit in Anspruch nehmen. Die Arbeitsagentur hat aber vor allem eine Problemgruppe in Blick.
Frank Martin, Bundesagentur für Arbeit Hessen
„Mein Ziel ist es, insbesondere die wenigen tausend Personen zu erwischen, die drohen, direkt in den Arbeitsmarkt zu gehen hne vorherige Ausbildung und drohen nachher wieder bei uns aufzuschlagen beim Thema Bürgergeld, wenn sie nämlich langzeitarbeitslos zu werden drohen.“
Trotz vieler Stellen ist die Auswahl für Schulabgänger dennoch begrenzt: In Hessen bildet inzwischen nur noch jeder vierte Betrieb aus.
Bernhard Mundschenk, Handwerkskammer Wiesbaden
„Es gibt Betriebe, die ein bisschen frustriert sind, weil sie negative Erfahrungen gemacht haben. Aber es gibt nach wie vor sehr viele Betriebe, die das aus Überzeugung machen, und ich kenne persönlich sehr viele, die sogar weit über dem Bedarf ausbilden.“
Auch Konditor und Gesellschafter Volker Schmidt-Sköries sucht derzeit noch drei Azubis, neun hat er fürs kommende Ausbildungsjahr aber schon gefunden. Seine Bäckerei setzt vor allem auf den Austausch mit den Auszubildenden, das würde sich auch bei den Suchenden herumsprechen.
Volker Schmidt-Sköries, Gesellschafter Biokaiser GmbH
„Sie sind im Grunde involviert in ihrer eigenen Ausbildung, das heißt auch in der Mitgestaltung. Das hilft alles und ich glaube, dass die sich wertgeschätzt fühlen.“
Azubi Charly freut sich über das Mitspracherecht und hofft, dass bald noch mehr Azubi-Kollegen beim täglichen Backen mitanpacken.









