Weitere Nachrichten im Überblick
Anmoderation:
Das Oberlandesgericht Koblenz hat eine 37-jährige Frau wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Beihilfe zum Völkermord zu neun Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Die Deutsche soll als Mitglied bei der Terrormiliz Islamischer Saat in Syrien und im Irak eine Jesidin drei Jahre lang als Sklavin gehalten und missbraucht haben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Und damit kommen wir zu weiteren Nachrichten des Tages.
Schadstoff ausgetreten
Eine gelbe Rauchwolke über einem Industriegebiet im südhessischen Weiterstadt hat heute Morgen einen Einsatz von Polizei und Feuerwehr ausgelöst. Das Firmengelände wurde sofort evakuiert. Nach ersten Ermittlungen soll bei Reinigungs- und Metallarbeiten in einer Firmenhalle giftige Salpetersäure aus einer Maschine ausgetreten und über die Abzugsanlage nach draußen gelangt sein. Die Feuerwehr dämmte die Gasentwicklung mit Sprühnebel ein. Zwei Feuerwehrmänner kamen verletzt ins Krankenhaus. Die Warnung für die Anwohner konnte am Vormittag wieder aufgehoben werden.
Haushalt genehmigt
Nach sechs Monaten Stillstand kann die Stadt Ludwigshafen wieder in dringende Projekte investieren. Die zuständige Landesbehörde hat den Haushalt der hochverschuldeten Stadt genehmigt. Er sieht eine Neuverschuldung von 30 Millionen Euro vor. Den ersten Entwurf mit knapp 100 Millionen Euro neuen Schulden hatte die Behörde im November abgelehnt. Die jetzige Genehmigung ist mit Auflagen verbunden. Die Stadt darf nur dort investieren, wo es erforderlich ist. Die Förderungen für Vereine oder Kultureinrichtungen dürfen aber ausgezahlt werden.
Gedenken an Luftbrücke
Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein hat heute an den Beginn der Luftbrücke nach Berlin vor 75 Jahren erinnert. Bei einer feierlichen Veranstaltung am Luftbrückendenkmal auf dem Gelände des Frankfurter Flughafens legte Rhein einen Kranz nieder. Er würdigte den Einsatz der Westalliierten als starkes Symbol für uneingeschränkte Hilfsbereitschaft und Tapferkeit. Im Juni 1948 hatten die Sowjets die Zufahrtswege nach West-Berlin gesperrt. Daraufhin versorgten vor allem US-amerikanische und britische Streitkräfte in einem logistischen Kraftakt die Stadt bis zum Mai 1949 aus der Luft.









