Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

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Weitere Nachrichten im Überblick vom 09.06.2023

Juni 9, 2023

Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Überblick.

Mehr Hassrede im Internet
Das hessische Innenministerium hat heute bekannt gegeben, dass in diesem Jahr bisher 8000 Fälle von Hate-Speech bei der Meldestelle „Hessen gegen Hetze“ angezeigt wurden. Dazu zählen unter anderem Drohmails und beleidigende Kommentare in Sozialen Netzwerken. Seit der Gründung der Meldestelle vor dreieinhalb Jahren wurden ihr über 20.000 Fälle gemeldet. Die jetzt schon hohe Zahl von Meldungen in diesem Jahr zeige, dass die Fälle von Hassrede rapide zunähmen – so das Innenministerium. Schon jetzt seien so viele Hinweise eingegangen wie im gesamten vergangenen Jahr. Jede zweite Meldung wird von der Meldestelle als strafbar eingestuft und an die Staatsanwaltschaft übermittelt.
Sinkende Kaufpreise für Wohnungen
Laut einem Vorjahrsvergleich des Immobilienportals Immowelt, sind die Kaufpreise für Immobilien in Rheinland-Pfalz seit dem vergangenen Jahr stark zurückgegangen. Für den Vergleich wurden 91 Landkreise in vier Bundesländern untersucht. Gleich drei rheinland-pfälzische Landkreise stehen an der Spitze der größten Preisrückgänge. In Speyer sanken die Immobilienpreise um 15,5 Prozent, in Koblenz um 12,5 Prozent und im Landkreis Bad Kreuznach um 12,4 Prozent. Seit dem Krieg in der Ukraine ist die Nachfrage nach Immobilien stark zurückgegangen. Die Gründe dafür seien vor allem die hohe Inflation, gestiegene Zinsen und erschwerte Finanzierungsbedingungen.
Holzreste zum Heizen nutzen
Die Freie Wähler-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag kritisiert das Verbot zum Einbau von Pelletheizungen in Neubauten, das im geplanten Gebäudeenergiegesetz vorgesehen ist. Für ein waldreiches Land wie Rheinland-Pfalz sei die energetische Nutzung von Holz ein zentraler Baustein bei der Energiewende. Der Fraktionsvorsitzende Joachim Streit bezeichnet es als irrsinnig, wenn beispielsweise Betriebe der Holzverarbeitung ihre anfallenden Holzreste nicht zum Heizen nutzen dürften und stattdessen andere Energieträger zukaufen müssten.
Hilfe für das Rote Moor
Die Obere Naturschutzbehörde beim Regierungspräsidium Kassel hat heute ihre Pläne für die Renaturisierung des Roten Moores im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön vorgestellt. Das Moor ist stark von Austrocknung bedroht. Dadurch würden tonnenweise CO2 in die Luft freigesetzt werden. Die Maßnahmen zur Erhaltung des Roten Moores sehen Sanierungsarbeiten vor, die das Abfließen des Wassers verhindern sollen. Dadurch soll der Wasserspiegel deutlich steigen und das Moor vor dem Austrocknen geschützt werden.

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