Hessische Landesregierung lädt zu Konferenz zur Gesundheitsversorgung
Das Gesundheitssystem in Deutschland ist krank, da sind sich Experten nicht erst seit der Coorona-Pandemie einig. Es fehlt auch in Hessen und Rheinland-Pfalz an Fachkräften und Medikamenten, die Arztpraxen und Notaufnahmen sind überfüllt. Und vor allem in den Krankenhäusern sind die Probleme nicht mehr zu übersehen.
In dieser Klinik in Gerolstein ist die Abteilung für Innere Medizin seit April geschlossen. In den letzten Jahren mussten hier bereits die Geburtsklinik und die Chirurgie geschlossen werden. Sie ließen sich nicht mehr wirtschaftlich betreiben.
Es sind Probleme wie diese, wegen derer Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach eine umfassende Krankenhausreform anstrebt. Danach soll nicht mehr jedes Krankenhaus alle Leistungen erbringen müssen und die Finanzierung soll unabhängiger von Fallpauschalen aufgestellt werden.
Pläne, die Hessens Ministerpräsident Boris Rhein grundlegend begrüßt. Für ihn ist aber klar:
Boris Rhein, CDU, Ministerpräsident Hessen
„Dass so eine Reform nur dann gelingen kann, wenn Bund und Länder an einem Strang ziehen. Dass die Kompetenz der Länder zur Krankenhausplanung essentiell ist.“
Rhein hatte heute Vertreter der hessischen Krankenhäuser und niedergelassenen Ärzte, sowie Repräsentanten der Kommunen und Städte zu einem „Versorgungsgipfel“ in die Staatskanzlei nach Wiesbaden geladen um eine hessische Position zu den wichtigsten Gesundheitsfragen zu suchen. Dabei ging es neben der Reform auch um den Fachkräftemangel.
Frank Dastych, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen
„Machen wir so weiter, werden im Jahr 2030 1.000 Hausärzte und 750 Fachärzte fehlen.“
Damit würde ein Viertel der momentan praktizierenden Ärzte in Hessen fehlen – das können niemand wollen, so Dastych.
Das dritte Thema heute: Der Medikamentenmangel, der bereits seit Monaten in Deutschlands Apotheke herrscht. Vor allem Fiebermedikamente für Kinder sind seit geraumer Zeit nicht zuverlässig zu bekommen.
Kai Klose, Bündnis 90 / Grüne, Sozialminister Hessen
„Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass diese Medikamente nicht verfügbar sind. Wir müssen unseren Beitrag dazu leisten, um dem entgegenzuwirken.“
Große Aufgaben also, die auch auf das hessische Gesundheitswesen zukommen. Doch auch wenn der Wille zu Reformen erkennbar ist – konkrete Lösungsansätze gab es heute keine zu hören.
Und so ruhen die Hoffnungen auf den Reformplänen des Bundes, damit das Gesundheitssystem in Deutschland nicht zum Dauerpatienten wird.
In dieser Klinik in Gerolstein ist die Abteilung für Innere Medizin seit April geschlossen. In den letzten Jahren mussten hier bereits die Geburtsklinik und die Chirurgie geschlossen werden. Sie ließen sich nicht mehr wirtschaftlich betreiben.
Es sind Probleme wie diese, wegen derer Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach eine umfassende Krankenhausreform anstrebt. Danach soll nicht mehr jedes Krankenhaus alle Leistungen erbringen müssen und die Finanzierung soll unabhängiger von Fallpauschalen aufgestellt werden.
Pläne, die Hessens Ministerpräsident Boris Rhein grundlegend begrüßt. Für ihn ist aber klar:
Boris Rhein, CDU, Ministerpräsident Hessen
„Dass so eine Reform nur dann gelingen kann, wenn Bund und Länder an einem Strang ziehen. Dass die Kompetenz der Länder zur Krankenhausplanung essentiell ist.“
Rhein hatte heute Vertreter der hessischen Krankenhäuser und niedergelassenen Ärzte, sowie Repräsentanten der Kommunen und Städte zu einem „Versorgungsgipfel“ in die Staatskanzlei nach Wiesbaden geladen um eine hessische Position zu den wichtigsten Gesundheitsfragen zu suchen. Dabei ging es neben der Reform auch um den Fachkräftemangel.
Frank Dastych, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen
„Machen wir so weiter, werden im Jahr 2030 1.000 Hausärzte und 750 Fachärzte fehlen.“
Damit würde ein Viertel der momentan praktizierenden Ärzte in Hessen fehlen – das können niemand wollen, so Dastych.
Das dritte Thema heute: Der Medikamentenmangel, der bereits seit Monaten in Deutschlands Apotheke herrscht. Vor allem Fiebermedikamente für Kinder sind seit geraumer Zeit nicht zuverlässig zu bekommen.
Kai Klose, Bündnis 90 / Grüne, Sozialminister Hessen
„Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass diese Medikamente nicht verfügbar sind. Wir müssen unseren Beitrag dazu leisten, um dem entgegenzuwirken.“
Große Aufgaben also, die auch auf das hessische Gesundheitswesen zukommen. Doch auch wenn der Wille zu Reformen erkennbar ist – konkrete Lösungsansätze gab es heute keine zu hören.
Und so ruhen die Hoffnungen auf den Reformplänen des Bundes, damit das Gesundheitssystem in Deutschland nicht zum Dauerpatienten wird.









