Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

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Gemüsehandel auf dem Pfalzmarkt

Apr. 27, 2023

Vom Acker auf den Teller – ganz so schnell geht es mit dem Obst und Gemüse doch nicht. Aber fast. Zumindest wenn Spargel, Kohlrabi und Co. von den Landwirten des Pfalzmarktes in Mutterstadt kommen, landet die Ware schnell beim Verbraucher. Dafür sorgt jetzt eines der modernsten Landwirtschafts-Logistikzentren Europas. Doch auch die Landwirte des Pfalzmarktes haben drei harte Corona-Jahre hinter sich und viele neue Herausforderungen vor sich.
Er gilt als der größte Gemüsegarten Deutschlands – der Pfalzmarkt im rheinland-pfälzischen Mutterstadt. Auf einer Fläche von 20.000 Fußballfeldern bauen Landwirte Obst und Gemüse an. Das landet dann hier: in diesen Hallen.
Reinhard Oerther, Vorstand Pfalzmarkt
„Wir haben diese Halle seit vielen Jahren am Pfalzmarkt schon in der Planung gehabt. Wir haben sie vor zwei Jahren ernsthaft in die Planung genommen und relativ schnell umgesetzt. Sie stehen heute in einer der größten und modernsten Hallen für den Umschlag von Obst und Gemüse.“
Einer der größten Gemüse-Umschlagsplätze Europas. Das ist notwendig, denn pro Jahr gehen hier und 250.000 Tonnen Obst und Gemüse ein und aus.
Der Pfalzmarkt ist eine eingetragene Genossenschaft: Er bietet den rund 120 Landwirten viele Vorteile im Wettbewerb. So können sie sich hier nur auf den Anbau konzentrieren.
Reinhard Oerther, Vorstand Pfalzmarkt
„Wir versuchen alles Mögliche, um die Betriebe zu entlasten. Das Thema Qualitätsmanagement, das Thema Pflanzenschutzbegleitung. Das wird alles von uns hier gebündelt und übernommen. Das Thema Vermarktung wird übernommen. Das Thema Logistik wird hier übernommen.“
Sobald Kunden wie Supermärkte Gemüse bestellen, liefern die Landwirte ihre Ware hier ab. Mitarbeiter prüfen die Qualität. Größe und Gewicht – etwa von Eisbergsalat – halten sie digital fest. Der Kunde kann seine Ware dann abholen. Meist vergeht weniger als ein Tag von Bestellung bis zum Supermarkt. Niedrige Temperaturen bis zu 2 Grad sorgen dafür, dass die Ware im Logistikzentrum frisch bleibt.
Der Strom für Licht und Kühlung sollen bald zu einem Viertel aus einer Photovoltaikanlage stammen. Auch der Klimawandel ist für den Markt ein Thema, denn der bedrohe auch die Toskana Deutschlands – wie die Region wegen ihres mediterranen Klimas genannt wird.
Christian Deyerling, Aufsichtsratsvorsitzender Pfalzmarkt
„Ganz wichtig ist natürlich, dass wir das Thema Wasser nicht aus dem Fokus lässt und da sind wir ganz gut aufgestellt. Der Rhein fließt in unserer Gegend vorbei. Und das ist auch ganz wichtig, damit wir die Versorgung von den Pflanzen haben und damit ist auch gewährleistet, dass wir die Produktion aufrechterhalten können.“
In der Pandemie konnten Landwirte weniger Waren an die Gastronomie verkaufen, in der Energiekrise explodierten die Preise für Dünger, der Mindestlohn sorgt für höhere Kosten bei den Betrieben und der Klimawandel eine Anpassung an Dürresommer. Immerhin: Auf diese Herausforderungen können die Mitglieder beim Pfalzmarkt als Team reagieren.
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