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Zusammenleben von Mensch und Tier – Ausstellung in Frankfurt

Apr. 12, 2023

Zwei von Fünf Personen besitzen in Deutschland ein Haustier. Tiere sind uns schon sehr lange wichtig. Ob bei den alten Ägyptern als Gottheit, als verwöhntes Familienmitglied oder auch als Schlachtvieh. Der Mensch hat ein widersprüchliches Verhältnis zum Tier. Das zeigt auch die Ausstellung „Das Tier und Wir“ im Frankfurter Museum für Kommunikation.
Auch wenn es nur ein Gähnen ist, das Befinden unserer Haustiere ist uns wichtig. Wir lieben sie einfach! Die Katze liegt auf Platz eins im Haustierranking. So richtig innig wird die Beziehung zwischen Mensch und Tier im 19. Jahrhundert. Das Haustier als Lieblingsmotiv!
Das tierisch-menschliche Zusammenleben startet allerdings schon viel früher.
Silke Hockmann, Kuratorin der Ausstellung
„Also der Hund wurde vor etwa 40.000 Jahren domestiziert, während die Katze erst seit ungefähr 9.000 Jahren sich dem Menschen angeschlossen hat, das ist ja auch schon mal ganz interessant zu wissen.“
„Ein Leben ohne Mops ist möglich. Aber sinnlos“, ein Spruch vom großen Mops-Fan Loriot. Aber nicht alle Tiere werden von uns verhätschelt. Manche lassen wir uns schmecken, andere lassen wir für uns arbeiten. Pferde zum Beispiel oder Tauben. Brieftauben werden auch im ersten Weltkrieg als Boten eingesetzt. Immer nett sind wir nicht zum Tier.
Helmut Gold, Direktor Museum für Kommunikation Frankfurt
„Das ist ein Widerspruch, der noch größer geworden ist. Früher war es irgendwie klarer, gerade auch in der Landwirtschaft. Das Tier ist zwar für die Arbeit und Nutzen dar, aber es gab doch mehr persönliche Beziehungen. Heute haben wir auf der einen Seite Haustiere, die zum Teil wirklich verhätschelt werden, oder auf jeden Fall Teil der Familie sind und nah bei uns sind, auf der anderen Seite haben wir Massenproduktion.“
Früher war die Arbeitsleistung der Tiere sehr wichtig für uns. Was so ein Ackerbulle alles leisten musste, das kann der Ausstellungsbesucher im Frankfurter Museum für Kommunikation selbst nachvollziehen. Eine noch erträgliche Quälerei. Schlimmer war und ist es für viele Bären.
Auch Tiere haben Rechte! Dafür setzt sich der Mensch schon ziemlich lange ein.
Silke Hockmann, Kuratorin der Ausstellung
„Die Tierschutzbewegung, die ist wirklich schon sehr, sehr alt. Sie geht eigentlich auf die Griechen zurück. Schon Pythagoras war überzeugter Vegetarier, weil er den Tieren Intelligenz zugesprochen hat und hat da schon gesagt, wir können uns nicht erheben über das Tier.“
Mal Tierschutz, mal arg romantisierte Realität oder auch das Tier als Glücksbringer. Heutzutage im Trend ist der Hundesprachenübersetzer.
*bellen*
Das könnte heißen: Kommt in die Ausstellung „Das Tier und Wir“, bis Mitte Oktober im Frankfurter Museum für Kommunikation.
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