Weitere Nachrichten im Überblick
Anmoderation:
Die Polizei sucht Zeugen, die gestern nachmittag im Bereich des Autobahn-Dreiecks Fulda einen Falschfahrer beobachtet haben. Nach ersten Ermittlungen soll der 72-jährige Mann auf der A66 gewendet haben, nachdem er in stockenden Verkehr geraten war. Danach fuhr er mehrere hundert Meter gegen die Fahrtrichtung. Mindestens zwei entgegen kommende Autofahrer mussten ihm ausweichen, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Nach einem weiteren Wendemanöver wurde er von mehreren Streifenwagen der Autobahn-Polizei gestoppt. Und damit kommen wir zu weiteren kurzen Nachrichten:
Richter verringern Strafmaß
Im Berufungsprozess wegen eines Aufrufs zur tödlichen Jagd auf Polizisten hat das Landgericht Bad Kreuznach heute einen 56-jährigen Mann zu einer Haftstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt. Die Richter folgten damit dem Antrag der Verteidigung. Die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz hatte ein Jahr und vier Monate gefordert. Der Mann hatte den Aufruf kurz nach dem Doppelmord an zwei Polizisten bei Kusel im Internet veröffentlicht. Er bat dafür heute um Entschuldigung. Im September 2022 hatte das Amtsgericht Idar-Oberstein den 56-Jährigen zu einem Jahr und acht Monaten Haft verurteilt. Sowohl der Verurteilte als auch die Generalstaatsanwaltschaft hatten Berufung eingelegt.
Anklage erhoben
Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hat sechs mutmaßliche Mitglieder einer niederländischen Bande von Geldautomatensprengern angeklagt. Wie sie heute mitteilte, sollen die Angeschuldigten zwischen Oktober und November 2021 an einer Serie von Sprengungen vor allem in Hessen beteiligt gewesen sein. Dabei sollen sie mehr als 400.000 Euro erbeutet haben. In Rheinland-Pfalz ermitteln die Staatsanwaltschaften gegen die Männer wegen weiterer Geldautomatensprengungen. Fünf Tatverdächtige sitzen entweder in Untersuchungshaft oder wegen einer vorangegangenen Verurteilung in Haft.
Kommunen unter Druck
Die kommunalen Spitzenverbände in Rheinland-Pfalz haben heute das Land aufgefordert, die Genehmigungsverfahren für die Haushalte der Städte, Gemeinden und Landkreise zu beschleunigen und die Finanzpläne zu genehmigen. Viele Kommunen führten einen Nothaushalt, weil die Aufsichtsbehörden ihre Finanzpläne für dieses Jahr nicht genehmigten. Die Städte und Gemeinden hätten dadurch kaum Spielraum für Investitionen. Außerdem sei ihre Leistungsfähigkeit bei der Aufnahme von Flüchtlingen, dem Ausbau des Nahverkehrs und der Finanzierung von Kitas gefährdet.
Abmoderation:
Und noch eine betrübliche Nachricht für alle Fans von Eintracht Frankfurt: Was sich lange angebahnt hat, ist jetzt beschlossene Sache: Mittelfeldspieler Daichi Kamada hat den Club endgültig darüber informiert, dass er seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag bei den Hessen nicht verlängern und sich nach einem anderen Verein umschauen wird. Die Eintracht hatte dem 26 Jahre alten Japaner zum großen Durchbruch verholfen – in insgesamt 31 Europa-Pokal-Spielen schoss „Euro-Daichi“ 14 Tore. Dass Kamada nun ohne Ablösesumme wechseln wird, schmerzt die Frankfurter nicht nur sportlich, sondern vor allem auch wirtschaftlich.









