Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

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Spritpreise steigen vor Ostern

Apr. 6, 2023

Das lange Osterwochenende steht vor der Tür und das heißt für viele: Besuch bei der Familie oder sogar ein Kurzurlaub. Wer da allerdings mit dem Auto unterwegs ist, für den wird es gerade richtig teuer, denn in den letzten Tagen sind die Spritpreise in die Höhe geschossen. Klar, die Tankstellen wollen am verkehrsreichen Wochenende was verdienen, denkt sich so mancher. Daran liegt es aber dieses Ostern nicht – zumindest nicht nur.
Der Gang von der Zapfsäule zur Kasse ist für Autofahrer gerade ein schwerer. Ein banger Blick auf die Zapfsäule passt zu Ostern wohl wie das Bild von langen Staus. Und so steigen die Spritpreise in Hessen und Rheinland-Pfalz zum höchsten christlichen Feiertag sündhaft an. Hier in Frankfurt liegt der Preis für Super
E10 heute bei 1,80 und sorgt für lange Gesichter.
Lothar Kuss
„Ich finde es ärgerlich, weil es gibt … Es ist egal, wo ich in Europa hinfahre, die Preise sind stabil an den Tankstellen, es ist egal zu welcher Uhrzeit ich hinfahre und ich finde, dass hier die Ölkonzerne sich Extraprofite hier rausholen.“
Dino Buda
„Beim Motorrad geht’s. Auf jeden Fall, kann man sagen. Da kann man sich daran gewöhnen, aber beim Auto, ich fahre ja auch noch Auto. Da ist es extrem.“
Lars Richter
„Ärgern schon. Ich gucke halt, dass ich dann irgendwie so günstig wie möglich tanke, wenn es halt eben günstig ist.“
Und diese Sorgen sind Autofahrer schon aus den vergangenen Monaten gewohnt. Durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie und den Ukrainekrieg lag der durchschnittliche Spritpreis zeitweise über 2 Euro. Diesel war noch teurer. In den letzten Monaten ist der Preis jedoch wieder gesunken, bis auf 1,65. Jetzt steigen die Preise wieder. Bei Benzin letzte Woche um 3,3 Cent pro Liter.
Und das liegt nicht nur an den Osterfeiertagen. Denn die Preissteigerungen hängen auch von der Ölfördermenge ab.
Cornelius Blanke, Pressesprecher ADAC Hessen-Thüringen
„Durch die Ankündigung der OPEC Staaten, die Fördermenge zu drosseln, werden die Preise auch nach oben gehen. Wir sehen das im Grunde genommen jetzt schon. Der Barrel Rohöl auf dem Weltmarktpreis wird in US Dollar gemessen. Der ist bei 85 Dollar. Vor einer Woche war der noch bei 79.“
Der ADAC rechnet in den nächsten Tagen daher mit weiteren Preissteigerungen. Doch es gibt einige Möglichkeiten, um zu sparen.
Cornelius Blanke, Pressesprecher ADAC Hessen-Thüringen
„Die Autofahrer können vor allen Dingen spritsparend fahren. Das fängt damit an, dass sie vorrausschauend fahren, die Drehzahl nicht nach oben orgeln, dass sie frühzeitig auch bremsen und nicht erst vor der Ampelanlage.“
Auch der Zeitpunkt des Tankstellenbesuchs ist wichtig.
Cornelius Blanke, Pressesprecher ADAC Hessen-Thüringen
„Grundsätzlich beobachten wir seit vielen Jahren, dass morgens zwischen sechs und neun Uhr der Kraftstoff am teuersten ist. Über den Tag verteilt geht das nach oben und nach unten. Mittags ein bisschen wieder nach oben. Abends aber in der Regel zwischen 19 bis 21 Uhr ist der Kraftstoff und Diesel günstiger.“
So ließe sich der Gang zur Kasse in den nächsten Tagen zumindest etwas erleichtern.
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