Kommentar zur Mainzer Oberbürgermeisterwahl
Es bleibt also weiterhin spannend in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt. Und für uns kommentiert das Ganze jetzt unser stellvertretender Chefredakteur Philipp Stelzner.
Für SPD und CDU ist das Ergebnis der Oberbürgermeister-Wahl in Mainz ein Debakel. Und dafür ist die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer mitverantwortlich. Sie hat einen kapitalen Fehler gemacht, als sie den beliebten Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling von der SPD im Oktober überraschend zum Innenminister beförderte, obwohl sie auch andere Möglichkeiten hatte. Ebling ist ihrem Ruf gefolgt, weil er vermutlich ihr Nachfolger werden will. Doch dadurch musste die weithin unbekannte SPD-Kandidatin Mareike von Jungenfeld antreten, die in dem absehbar kurzen Wahlkampf keine Strahlkraft entwickeln konnte.
Diese Chance hätte die CDU nutzen können, wenn sie nicht selbst Fehler gemacht hätte. Denn nachdem sie bei der letzten Oberbürgermeisterwahl in Mainz den parteilosen Kandidat Nino Haase unterstützte, hat sie ihm jetzt – nachdem sie ihn bekannt gemacht hatte – die Unterstützung verweigert. Das können viele konservative Wähler nicht verstehen. Von ihnen erhielt Haase genau die Stimmen, auf die die CDU-Kandidatin Manuela Matz am Wahlabend vergeblich wartete.
Jetzt hat der parteilose Kandidat die besten Chancen, sich bei der Stichwahl gegen Christian Viering von den Grünen durchzusetzen. Danach könnte er das Vergnügen haben, die Landeshauptstadt mit den Steuermilliarden des Impfstoffherstellers Biontech neu zu gestalten. Die SPD wird sich eingestehen müssen: Sie hat den Chefsessel im Mainzer Rathaus zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt verloren!
Für SPD und CDU ist das Ergebnis der Oberbürgermeister-Wahl in Mainz ein Debakel. Und dafür ist die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer mitverantwortlich. Sie hat einen kapitalen Fehler gemacht, als sie den beliebten Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling von der SPD im Oktober überraschend zum Innenminister beförderte, obwohl sie auch andere Möglichkeiten hatte. Ebling ist ihrem Ruf gefolgt, weil er vermutlich ihr Nachfolger werden will. Doch dadurch musste die weithin unbekannte SPD-Kandidatin Mareike von Jungenfeld antreten, die in dem absehbar kurzen Wahlkampf keine Strahlkraft entwickeln konnte.
Diese Chance hätte die CDU nutzen können, wenn sie nicht selbst Fehler gemacht hätte. Denn nachdem sie bei der letzten Oberbürgermeisterwahl in Mainz den parteilosen Kandidat Nino Haase unterstützte, hat sie ihm jetzt – nachdem sie ihn bekannt gemacht hatte – die Unterstützung verweigert. Das können viele konservative Wähler nicht verstehen. Von ihnen erhielt Haase genau die Stimmen, auf die die CDU-Kandidatin Manuela Matz am Wahlabend vergeblich wartete.
Jetzt hat der parteilose Kandidat die besten Chancen, sich bei der Stichwahl gegen Christian Viering von den Grünen durchzusetzen. Danach könnte er das Vergnügen haben, die Landeshauptstadt mit den Steuermilliarden des Impfstoffherstellers Biontech neu zu gestalten. Die SPD wird sich eingestehen müssen: Sie hat den Chefsessel im Mainzer Rathaus zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt verloren!









