Wirtschaftsminister Al-Wazir bilanziert hessischen Wohnungsmarkt
Jeder Hesse solle eine angemessene Wohnung zu einem bezahlbaren Preis finden. Dieses Ziel hat Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir formuliert. Zwar gibt es erste positive Signale vom Wohnungsmarkt – die Zahl der Sozialwohnungen steigt schon im zweiten Jahr in Folge -, doch das Ziel ist noch weit weg.
Hier im Darmstädter Stadtteil Bessungen wird gerade kräftig gebaut. Bis kommendes Jahr entstehen dort knapp 250 neue Wohnungen, 105 davon sind öffentlich gefördert. Für Kritiker nur ein Tropfen auf den heißen Stein, für Hessens Wirtschafts- und Bauminister Tarek Al-Wazir ein Zeichen, dass es weiter vorangeht. Seit dem Rekordtief 2020 sind in den vergangenen beiden Jahren wieder mehr Sozialwohnungen entstanden. Über 80.000 gibt es inzwischen, mehr als 1.600 sind allein vergangenes Jahr hinzugekommen.
Tarek Al-Wazir, Bündnis 90 / Die Grünen, Wirtschaftsminister Hessen
„Ich bin stolz darauf, dass es uns gelungen ist, den Tanker zu drehen. Wir haben den Rückgang an Sozialwohnungen vor drei Jahren gestoppt, vor zwei Jahren erstmals wieder ein Plus an Sozialwohnungen gehabt. Und dieser Trend hat sich verstetigt.“
Allerdings gab es vor 20 Jahren einst über 120.000 Sozialwohnungen in Hessen, davon ist man heute weit entfernt. Um annähernd wieder in die Richtung zu kommen, nimmt das Land Hessen nun mehr Geld in die Hand: Die Zuschüsse zum Erhalt von Sozialwohnungen steigen von jährlich 14 Millionen Euro auf 17 Millionen. Die Einkommensgrenzen, um eine geförderte Wohnung zu beantragen, werden erhöht. Allerdings machen explodierende Energie- und Rohstoffpreise sowie gestörte Lieferketten den Baufirmen zu schaffen. Sie fordern stärkere Förderungen, denn Kommunen seien beim Ausweisen neuer Baugebiete sehr zurückhaltend. Tarek Al-Wazir hält dagegen:
Tarek Al-Wazir, Bündnis 90 / Die Grünen, Wirtschaftsminister Hessen
„Deswegen haben wir jetzt Unterstützungsangebote gemacht, Beratung von Kommunen, wie man am Ende zu guten Bebauungsplänen kommt. Auch dort wurden die rechtlichen Regelungen vereinfacht.“
Kritik kommt aber auch aus der Opposition. Laut jüngsten Studien würden bis 2040 zusätzlich 120.000 Sozialwohnungen in Hessen benötigt. Beim jetzigen Tempo könne das gar nicht erreicht werden.
Elke Barth, SPD, Abgeordnete Landtag Hessen
„An neuen Projekten wird nichts mehr hinzukommen, das heißt: In den kommenden Jahren werden wir da ganz andere Zahlen präsentiert bekommen. Es sei denn, wir steuern jetzt gegen.“
Der Wirtschafts- und Bauminister ist sich hingegen sicher, dass bis 2040 ausreichend Wohnungen gebaut würden. Ob die derzeitigen Fördermittel dafür wirklich ausreichen, vermag aber auch er nicht vorherzusehen.
Hier im Darmstädter Stadtteil Bessungen wird gerade kräftig gebaut. Bis kommendes Jahr entstehen dort knapp 250 neue Wohnungen, 105 davon sind öffentlich gefördert. Für Kritiker nur ein Tropfen auf den heißen Stein, für Hessens Wirtschafts- und Bauminister Tarek Al-Wazir ein Zeichen, dass es weiter vorangeht. Seit dem Rekordtief 2020 sind in den vergangenen beiden Jahren wieder mehr Sozialwohnungen entstanden. Über 80.000 gibt es inzwischen, mehr als 1.600 sind allein vergangenes Jahr hinzugekommen.
Tarek Al-Wazir, Bündnis 90 / Die Grünen, Wirtschaftsminister Hessen
„Ich bin stolz darauf, dass es uns gelungen ist, den Tanker zu drehen. Wir haben den Rückgang an Sozialwohnungen vor drei Jahren gestoppt, vor zwei Jahren erstmals wieder ein Plus an Sozialwohnungen gehabt. Und dieser Trend hat sich verstetigt.“
Allerdings gab es vor 20 Jahren einst über 120.000 Sozialwohnungen in Hessen, davon ist man heute weit entfernt. Um annähernd wieder in die Richtung zu kommen, nimmt das Land Hessen nun mehr Geld in die Hand: Die Zuschüsse zum Erhalt von Sozialwohnungen steigen von jährlich 14 Millionen Euro auf 17 Millionen. Die Einkommensgrenzen, um eine geförderte Wohnung zu beantragen, werden erhöht. Allerdings machen explodierende Energie- und Rohstoffpreise sowie gestörte Lieferketten den Baufirmen zu schaffen. Sie fordern stärkere Förderungen, denn Kommunen seien beim Ausweisen neuer Baugebiete sehr zurückhaltend. Tarek Al-Wazir hält dagegen:
Tarek Al-Wazir, Bündnis 90 / Die Grünen, Wirtschaftsminister Hessen
„Deswegen haben wir jetzt Unterstützungsangebote gemacht, Beratung von Kommunen, wie man am Ende zu guten Bebauungsplänen kommt. Auch dort wurden die rechtlichen Regelungen vereinfacht.“
Kritik kommt aber auch aus der Opposition. Laut jüngsten Studien würden bis 2040 zusätzlich 120.000 Sozialwohnungen in Hessen benötigt. Beim jetzigen Tempo könne das gar nicht erreicht werden.
Elke Barth, SPD, Abgeordnete Landtag Hessen
„An neuen Projekten wird nichts mehr hinzukommen, das heißt: In den kommenden Jahren werden wir da ganz andere Zahlen präsentiert bekommen. Es sei denn, wir steuern jetzt gegen.“
Der Wirtschafts- und Bauminister ist sich hingegen sicher, dass bis 2040 ausreichend Wohnungen gebaut würden. Ob die derzeitigen Fördermittel dafür wirklich ausreichen, vermag aber auch er nicht vorherzusehen.









