Gute Vorsätze für’s neue Jahr
Martina Strauß, Rentnerin
„Ja, immer.“ – „Was denn für welche?“ – „Ähm, dass ich mir Sachen aufgeschrieben habe, die ich dieses Jahr umsetze.“ – „Und was für welche? – „Das verrate ich Ihnen nicht.“
Laura Ost, Studentin
„Ich hab einfach nur den guten Vorsatz, das Jahr zu genießen. Mehr als die letzten Jahre. Und mehr rauszuziehen.“
Marion Sobert, Pharmaberaterin
„Ja, ich hab gute Vorsätze. Ich möchte einfach mehr entspannen. Aber wie, weiß ich noch nicht. Mal gucken. Vielleicht mit Yoga. Oder… tja… oder einfach mal nichts tun.“
Maria Schultheiß, Rentnerin
„Ich hab keine. Ich rauch nicht mehr. Trink nicht. Also…“
Dörte Tebben, Radiomoderatorin
„Ich merke immer, was ich wann brauche. Und nicht erst mit dem 1.1.2023. Bin ich trotzdem schon fit … Gut eingestellt.“
Gudrun Kirschnick, Psychotherapeutin
„Ja, dass das neue Jahr besser wird als das letzte. Dafür werden wir alles tun.“
Detlef Bielohlawek, Rentner
„Wie lange ich doch mit WhatsApp und E-Mails und vor dem kleinen Gerät da wöchentlich hänge. Bis zu, was warn’s, vier Stunden oder so in der Woche. Das würde ich reduzieren, auf jeden Fall.“
Anette Claus, Lehrerin
„Nein, ich hab keine guten Vorsätze.“ – „Warum nicht?“ – „Oh, weil ich sowieso die nie einhalten kann. “
Silvia Lampe-Bohn, Verwaltungsangestellte
„Ich hab noch ganz viele von voriges Jahr, die ich noch abarbeiten müsste.“ – „Die da wären?“ – „Ja, mehr Sport. Ja, ein bisschen gesünder ernähren.“
Viktor Schmidt, Technischer Angestellter
„Gesundheitlich was zu machen. Und, ja, bisschen was abzunehmen. So, das wäre das Einzige. Meine Sportziele zu erreichen, ja.“
Eva Dieterle, Moderatorin: Mit diesem Thema kennt sich Allgemeinmediziner Dr. Günther Gerhardt aus Wendelsheim aus. Und deshalb fragen wir ihn gleich mal: Herr Dr. Gerhardt, viele Menschen nehmen sich für das neue Jahr vor, abzunehmen und wollen dafür gesünder essen und mehr Sport treiben. Welche Sportarten empfehlen sich denn, wenn man vor allem Körperfett abbauen will.
Dr. Günter Gerhardt, Allgemeinmediziner aus Wendelsheim: Um Körperfett abzubauen, ist es wichtig, dass man sich für Ausdauersportarten entscheidet. Was man da nimmt, ist Geschmackssache. Ich persönlich rudere fast jeden Morgen. Ich habe meine alten Fernsehapparate davor gestellt und schalte dann irgendein Morgen-Programm ein. Dadurch ist die Zeit etwas kürzer. Aber das schmeckt nicht jedem. Das Rudern hat den Vorteil, dass man Ausdauer trainiert und auch Muskulatur, Beinmuskeln und Armmuskulatur, fast so gut wie Schwimmen. Man kann sich aber auch auf ein Standfahrrad setzen, bei schönem Wetter aufs richtige Fahrrad. Man kann auch einen ausgiebigen Spaziergang, strammen Spaziergang machen mit langsamen Intervallen und dann auch mal wieder einen Zahn zulegen – ist Geschmackssache. Man muss herausfinden, welcher Sport einem gefällt. Das ist ganz, ganz wichtig.
Dieterle: Gute Vorsätze zu fassen ist ja das eine, die dann aber auch durchzuhalten, das ist das andere. Und das fällt ja sehr vielen sehr schwer. Welche Tipps haben Sie denn fürs Durchhalten?
Gerhardt: Also auf jeden Fall nicht überfrachten das Ganze. Man sagt: Wie viel soll es denn sein in der Woche, wie viel Sport? Da gibt es unterschiedliche Zahlen. Will ich jetzt gar nicht sagen, es müssen jetzt soundso viele Stunden sein. Nur einfach mal sagen: Ich mache es. Es reicht schon, wenn Sie einfach mal fünf Minuten sich auf einen Trainer setzen, also ein Standfahrrad, Rudergerät oder Crosstrainer, völlig egal. Oder draußen fünf Minuten richtig stramm spazierengehen, marschieren, dass man auch ins Schwitzen gerät und dann merkt, es geht mir besser. Und das macht man am besten täglich. Der Witz ist ja der, wenn Sie schon mal drin sind in den Sportklamotten und trainieren schon mal fünf Minuten – “Ach, jetzt schaff ich auch zehn Minuten”. Nur dieswe Drive dass man wirklich sich auf das Standfahrrad, Fahrrad oder das richtige Fahrrad oder das Rudergerät draufsetzt und mal loslegt. Das ist es. Dieser Weg vom “aus dem-Bett auf dieses Gerät”, das ist die schwierigste Strecke des Tages. Wenn man darauf setzt, macht man statt fünf Minuten auch schnell mal zehn Minuten. Muss nicht täglich sein. Da reicht auch jeden zweiten Tag. Aber ich sage, dann ist irgendwann … ist immer jeden Tag der zweite Tag. Da sagt am: “Ach, heute, nee, heute nicht. Morgen mache ich das wieder”. Machen Sie es. Und wenn Sie es machen, machen Sie es auch … reicht es auch, wenn es fünf Minuten sind – Klammer auf, was ich vorhin gesagt habe.
Dieterle: Herr Dr. Gerhardt, vielen Dank für diese Tipps.









