Traditioneller Glowesabend in Kassel
In der Gegend rund um Kassel ist der Nikolausabend gleichzeitig der „Glowesabend“. Eine alte Tradition, bei der Kinder durch die Nachbarschaft ziehen und ein kleines Gedicht aufsagen, um möglichst viele Süßigkeiten einzusammeln. Um dabei zu sein, haben wir gestern Abend eine Spätschicht eingelegt.
Kind in Nordhessen müsste man sein, denn sie räumen an Nikolaus gleich doppelt ab. Morgens gibt‘s natürlich was ins Stiefelchen, abends obendrauf was ins Beutelchen. Doch damit der sich füllt, braucht’s den richtigen Spruch:
„Ich bin klein, mein Herz ist rein, drum wirf mir auch was Schönes rein“
Auch Familie Maiwald zieht heute um die Häuser. Dabei mussten sie mit dem nordhessischen Brauch erstmal warm werden.
Stephan Maiwald
„Wir sind jetzt nicht die Ureinwohner, kommen eigentlich aus NRW. Aber unsere Kinder sind in Kassel geboren, wachsen hier auf, dann müssen sie auch mal so eine Tradition kennenlernen, bei uns zuhause gibt’s ähnliche Bräuche und deswegen machen wir das mal mit.
Mitmachen heißt in diesem Kaufhaus Schlange stehen für den Nikolaus und natürlich textsicher sein.
„Komm bald wieder in mein Haus, guter alter Nikolaus“
„In ihrem Mi-Ma-Mäusenest, träumt sie vom nächsten Weihnachtsfest“
Der Vorsitzende der Kasseler City-Kaufleute hat sich in festliche Schale geschmissen.
Alexander Wild, City Kaufleute Kassel
„Also Klowes ist nordhessisch für Klaus – Nikolaus. Und ich hab mich irgendwann mal geärgert, dass Halloween sich so durchsetzt, dabei ist Klowesabend, finde ich, viel schöner, weil es nicht so diesen Erschrecken-Hintergrund hat. Und eigentlich ist der Gedanke ja, dass du bei den Nachbarn klingelst, bei den Omis, Opis, die das ganze Jahr eigentlich keiner besucht, dass du mal hingehst, dass ein paar Kinder hinkommen, die ein Gedicht aufsagen, das ist eigentlich der Gedanke, wo das mal entstanden ist.“
Der Glowesabend zählt zu den sogenannten Heischebräuchen. Sie sind in unterschiedlicher Form in ganz Deutschland verbreitet, ob zur Adventszeit, zu Erntedank oder Fastnacht. Auch die Älteren erinnern sich noch an ihre Glowesabend Sprüche.
Günter Hofmann
„Ich bin der kleine König, gebt mir nicht zu wenig, lasst mich nicht zu lange stehen, denn ich muss noch weitergehen.“
Holger Ficke
„Ich bin der kleine Dicke, wünsche euch viel Glücke, wünsch euch auch ein langes Leben, müsst mir auch was schönes geben.“
Renate Hofmann
„Ich komme aus Bonn, ich will was honn“
Am Ende sind alle Beutel prall gefüllt mit Süßigkeiten, die hier „Schnucke“ heißen. Auch das ein oder andere Stückchen Obst ist dabei. Eine Ausbeute, die aber sicher nicht bis zum nächsten Glowesabend reichen wird.
Kind in Nordhessen müsste man sein, denn sie räumen an Nikolaus gleich doppelt ab. Morgens gibt‘s natürlich was ins Stiefelchen, abends obendrauf was ins Beutelchen. Doch damit der sich füllt, braucht’s den richtigen Spruch:
„Ich bin klein, mein Herz ist rein, drum wirf mir auch was Schönes rein“
Auch Familie Maiwald zieht heute um die Häuser. Dabei mussten sie mit dem nordhessischen Brauch erstmal warm werden.
Stephan Maiwald
„Wir sind jetzt nicht die Ureinwohner, kommen eigentlich aus NRW. Aber unsere Kinder sind in Kassel geboren, wachsen hier auf, dann müssen sie auch mal so eine Tradition kennenlernen, bei uns zuhause gibt’s ähnliche Bräuche und deswegen machen wir das mal mit.
Mitmachen heißt in diesem Kaufhaus Schlange stehen für den Nikolaus und natürlich textsicher sein.
„Komm bald wieder in mein Haus, guter alter Nikolaus“
„In ihrem Mi-Ma-Mäusenest, träumt sie vom nächsten Weihnachtsfest“
Der Vorsitzende der Kasseler City-Kaufleute hat sich in festliche Schale geschmissen.
Alexander Wild, City Kaufleute Kassel
„Also Klowes ist nordhessisch für Klaus – Nikolaus. Und ich hab mich irgendwann mal geärgert, dass Halloween sich so durchsetzt, dabei ist Klowesabend, finde ich, viel schöner, weil es nicht so diesen Erschrecken-Hintergrund hat. Und eigentlich ist der Gedanke ja, dass du bei den Nachbarn klingelst, bei den Omis, Opis, die das ganze Jahr eigentlich keiner besucht, dass du mal hingehst, dass ein paar Kinder hinkommen, die ein Gedicht aufsagen, das ist eigentlich der Gedanke, wo das mal entstanden ist.“
Der Glowesabend zählt zu den sogenannten Heischebräuchen. Sie sind in unterschiedlicher Form in ganz Deutschland verbreitet, ob zur Adventszeit, zu Erntedank oder Fastnacht. Auch die Älteren erinnern sich noch an ihre Glowesabend Sprüche.
Günter Hofmann
„Ich bin der kleine König, gebt mir nicht zu wenig, lasst mich nicht zu lange stehen, denn ich muss noch weitergehen.“
Holger Ficke
„Ich bin der kleine Dicke, wünsche euch viel Glücke, wünsch euch auch ein langes Leben, müsst mir auch was schönes geben.“
Renate Hofmann
„Ich komme aus Bonn, ich will was honn“
Am Ende sind alle Beutel prall gefüllt mit Süßigkeiten, die hier „Schnucke“ heißen. Auch das ein oder andere Stückchen Obst ist dabei. Eine Ausbeute, die aber sicher nicht bis zum nächsten Glowesabend reichen wird.









