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Metaller streiken für mehr Lohn

Okt. 31, 2022

Es sind unsichere Zeiten. Viele Arbeitnehmer blicken mit großer Sorge auf die kommende Energierechnung oder den Spritpreis. Da überrascht es nicht, wenn die aktuellen Tarifverhandlungen in der Elektro- und Metallindustrie an Schärfe gewinnen. Die letzte Verhandlungsrunde endete ohne Abschluss. Folge: Seit Samstag gibt es Warnstreiks.
So wie heute in Rödermark im Landkreis Offenbach. Die Beschäftigen in der Elektro- und Metallbranche sind beunruhigt. Die steigenden Kosten setzen ihnen zu.
Katja Koziol, IG Metall Offenbach
„Viele haben schon die Abrechnung gekriegt, haben neue Abschläge zu zahlen, wissen gar nicht, wo sie das aller herholen sollen. Wir haben schon überlegt, ob wir uns einen zweiten Job suchen müssen, damit wir das überhaupt stemmen können. Hinzu kommt ja, dass wir Spielwaren für Kinder kaufen müssen, das ist auch nicht drin, da müssen wir dann überlegen: Was ist überhaupt dieses Jahr drin, an Weihnachten.“
Die Gewerkschaft IG Metall fordert: 8 Prozent mehr Gehalt im Monat.
Matthias Ebenau, Bezirkssekretär IG Metall Mitte
„Das ist angesichts der momentanen Inflationsraten natürlich überhaupt nicht viel. Manche sagen sogar: Es ist eine ziemlich moderate Forderung, die voll ausgeschöpft werden muss, um einen Beitrag zu leisten, die momentanen Belastungen abzumildern.“
Diese Forderung sei zu hoch. Sagt der Arbeitgeber-Verband Hessenmetall.
Das Gegenangebot: eine Einmalzahlung von 3.000 Euro. Steuerfrei.
Denn in der aktuellen Krisenlage, sei die Zukunft zu unsicher. Ohne Wirtschaftswachstum gebe es keinen Spielraum.
Zitat Hessenmetall
„Die IG Metall hat einen Abschluss gefordert, der bis September 2023 laufen soll. In diesem Zeitraum wird es jedoch kein Wachstum geben, das verteilt werden kann. Frühestens 2024 können wir wieder mit einem Wachstum rechnen. Dieser Situation muss auch die laufende Tarifrunde Rechnung tragen“
Vor der Kamera wollte sich heute kein Vertreter von Hessenmetall äußern.
Der Tarifstreit spitzt sich zu. Die Gewerkschaft IG Metall sagt, das mickrige Angebot der Arbeitgeber habe die Beschäftigten empört.
Nächste Woche Donnerstag wird weiter verhandelt. Bis dahin wird es weitere Warnstreiks geben. Auch in Hessen und Rheinland-Pfalz.