Lewentz tritt zurück – der Kommentar des 17:30-Chefredakteurs
Dass ein langjähriger Minister seinen Rücktritt erklärt, ist in der Landespolitik ein einschneidendes Ereignis und für uns deshalb heute auch Grund für einen Kommentar. Der kommt von unserem Chefredakteur Richard Kremershof.
Roger Lewentz wird sich seit jener Flut-Nacht sehr oft gefragt haben, ob er alles getan hat, die Folgen der Katastrophe zu begrenzen – oder eben nicht, warum auch immer. Wer Lewentz kennt, weiß, dass ihn diese Fragen oft verfolgt haben dürften. Doch nicht zum ersten Mal ist es weniger die Krise selbst als eine anschließend gescheiterte Krisenkommunikation, die das Ende einer politischen Laufbahn herbeiführen. Mit Lewentz verlässt ein Schwergewicht die Regierung von Malu Dreyer. Man darf davon ausgehen, dass vor allem die rheinland-pfälzische Polizei bedauern wird, diesen Dienstherrn zu verlieren. Als die SPD-Chefin Saskia Esken vor zwei Jahren bei den deutschen Sicherheitskräften „latenten Rassismus“ witterte, stellte sich Lewentz postwendend vor seine rheinland-pfälzische Polizei. Pauschale Angriffe auf die gesamte Polizei – so was ließ er nie zu. Doch auch seine Tage als Chef der rheinland-pfälzischen SPD dürften auf mittlere Sicht vorbei sein. Lewentz hat hohen Anteil an den Wahlerfolgen von Malu Dreyer. Und wer auch immer auf Lewentz folgt – dies dürfte eine in hohem Maße richtungsweisende Personalie werden. Denn dieser Name wird ein erster Hinweis sein auf eine Zeit, die nach der Regentschaft von Malu Dreyer liegen wird – egal, wie lange diese noch dauern wird. Wer dann die SPD in Rheinland-Pfalz anführt: Er oder sie dürften – im Unterschied zu Roger Lewentz – mit Sicherheit Ambitionen haben, die über den Parteivorsitz hinausgehen. Möglicherweise wird dies ein ganz neues Gefühl sein, das die Regierungschefin Malu Dreyer dann begleiten wird. Mit Lewentz hatte Dreyer einen ihr ergebenen Parteivorsitzenden hinter sich stehen. Das muss in Zukunft nicht zwangsläufig so bleiben.
Roger Lewentz wird sich seit jener Flut-Nacht sehr oft gefragt haben, ob er alles getan hat, die Folgen der Katastrophe zu begrenzen – oder eben nicht, warum auch immer. Wer Lewentz kennt, weiß, dass ihn diese Fragen oft verfolgt haben dürften. Doch nicht zum ersten Mal ist es weniger die Krise selbst als eine anschließend gescheiterte Krisenkommunikation, die das Ende einer politischen Laufbahn herbeiführen. Mit Lewentz verlässt ein Schwergewicht die Regierung von Malu Dreyer. Man darf davon ausgehen, dass vor allem die rheinland-pfälzische Polizei bedauern wird, diesen Dienstherrn zu verlieren. Als die SPD-Chefin Saskia Esken vor zwei Jahren bei den deutschen Sicherheitskräften „latenten Rassismus“ witterte, stellte sich Lewentz postwendend vor seine rheinland-pfälzische Polizei. Pauschale Angriffe auf die gesamte Polizei – so was ließ er nie zu. Doch auch seine Tage als Chef der rheinland-pfälzischen SPD dürften auf mittlere Sicht vorbei sein. Lewentz hat hohen Anteil an den Wahlerfolgen von Malu Dreyer. Und wer auch immer auf Lewentz folgt – dies dürfte eine in hohem Maße richtungsweisende Personalie werden. Denn dieser Name wird ein erster Hinweis sein auf eine Zeit, die nach der Regentschaft von Malu Dreyer liegen wird – egal, wie lange diese noch dauern wird. Wer dann die SPD in Rheinland-Pfalz anführt: Er oder sie dürften – im Unterschied zu Roger Lewentz – mit Sicherheit Ambitionen haben, die über den Parteivorsitz hinausgehen. Möglicherweise wird dies ein ganz neues Gefühl sein, das die Regierungschefin Malu Dreyer dann begleiten wird. Mit Lewentz hatte Dreyer einen ihr ergebenen Parteivorsitzenden hinter sich stehen. Das muss in Zukunft nicht zwangsläufig so bleiben.









