Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

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Malu Dreyer auf Sommerreise

Aug. 29, 2022

Bei Malu Dreyers Sommertour steht heute alles im Zeichen der Nachhaltigkeit. Dieses Thema sitzt inzwischen direkt in der Staatskanzlei – ist also quasi Chefsache. Begonnen hat die Reise heute im Biosphärenreservat Pfälzerwald. Dort gibt es ein Netzwerk aus Kommunen, das gemeinsam Nachhaltigkeitsstrategien entwickelt.
Kallstadt an der Deutschen Weinstraße. Idyllisch gelegen. 1224 Einwohner. 20 Restaurants und 15 Hotels. Die Region hier lebt von Wein und Tourismus.
Traditionsgeschäfte, die Stück für Stück nachhaltiger und damit auch moderner werden müssen, um eine Zukunft zu haben.
Und genau deshalb gibt es heute Besuch von der Ministerpräsidentin. Sie weiß, dass Nachhaltigkeit für einen so kleinen Ort wie Kallstadt eine große Aufgabe ist. Das allermeiste muss hier ehrenamtlich passieren. Aufs Tempo gedrückt werden, muss trotzdem.
Malu Dreyer, SPD, Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz
„Wir spüren jetzt die Folgen des Krieges, was ja wirklich für ganz viele Menschen jetzt belastend ist, vor allem wegen diesen enormen Energiepreisen. Wir haben die Katastrophe mit der Flut erleben müssen. Wir hatten das Thema „Kein Wasser im Rhein“, auch in diesem Jahr war das ein großes Thema. Es gibt Brände an vielen Ecken, auch unseres Landes. Wir sehen es bundesweit. Da sind alles Dinge, an denen die Menschen wirklich spüren, dass das Thema Klimawandel uns wirklich jetzt so bedrängt.“
Auch im Weinbau müssen neue Wege gegangen werden. Dafür gibt es in Kallstadt eine spezielle Messtechnik über Sensoren.
Thomas Jaworek, CDU, Ortsbürgermeister Kallstadt
„Die haben wir 21 Stück flächendeckend in der gesamten Weinbergsgemarkung fast 300 Hektar letztendlich installiert und können dort in den Parzellen eben sagen, wie die Blattfeuchte ist, Lufttemperatur und Luftfeuchte letztendlich in den Rebzeilen ist und daraus kann man Prognosemodelle errechnen lassen, die sehen jedem Winzer dann eben auch für jede der Stellen zur Verfügung.“
Die Winzer können somit genauer agieren und damit bis zu 25% Pflanzenschutz-Mittel einsparen. Gut für den Geldbeutel und die Natur. Und wichtig für die Zukunft.
Michelle Fleischmann, Weinprinzessin Kallstadt
„Wir müssen den Menschen, mir, den jungen Leuten, meiner Generation zeigen: Wenn ihr euch zusammentut und euch informiert und seht, was aus diesem Tourismus, dem Weinbau, der Gastronomie alles gemacht werden könnte, dann schaffen wir das gemeinsam.“
Lebensräume und Landschaften erhalten, sparsamer Umgang mit Ressourcen, regionale Produkte fördern. In Kallstadt ist Nachhaltigkeit ein Bürgerprojekt.