Wirtschaft fordert Lösungen für Rohstoffkrise
Menschen, die gerade bauen, haben schon öfter gehört: „Dies oder das können wir gerade nicht liefern“ – und wenn es dann doch lieferbar ist, dann wird’s teurer. Das aktuelle Niedrigwasser auf dem Rhein verschärft das Problem noch. Völlig unnötig, sagen Branchenverbände: Denn alles, was man für den Bau brauche, gebe es eigentlich direkt hier vor unserer Haustür.
Hessen ist ein rohstoffreiches Land. Im Boden lagern mehr Kies und Sand als hier für den Bau von Häusern und Straßen tatsächlich gebraucht werden. Doch viele Ressourcen bleiben ungenutzt, weil gesetzliche Vorgaben, etwa zum Umweltschutz, den Abbau verhindern. Damit sei das Ziel der Bundesregierung, mindestens 400.000 neue Wohnungen im Jahr zu bauen, nicht zu erreichen – sagt die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände.
Thomas Reimann, Vorsitzender Bau- und Immobilienausschuss VhU
„Wir könnten schneller sein, wenn wir mehr Rohstoffe in der Region abbauen könnten. Wir könnten vor allen Dingen auch günstiger sein. Und diesem Ruf nach bezahlbarem Wohnraum, dem könnte man wieder ein Stück weit gerechter werden.“
Weil viele Rohstoffe in Hessen ungenutzt im Boden verbleiben, müssen rund 35 % der benötigten Mengen von Kies, Sand und Steinen importiert werden. Da Lieferungen aus Russland und der Ukraine zurzeit ganz wegfallen und der Transport per Schiff über den Rhein wegen des Niedrigwassers erheblich gestört ist, werden die begehrten Bau-Rohstoffe immer knapper und teurer – genauso wie Öl und Gas.
Christoph Hagermeier, Vorsitzender Verband der Bau- und Rohstoffindustrie Hessen
„Wir erleben gerade in anderen Rohstoffbereichen, was es heißt, wenn man nicht langfristig denkt, wenn man sich nicht langfristig absichert. Bei allen Projekten, die immer anstehen, alleine zur Erhaltung der Verkehrsinfrastruktur, aber auch, was den Wohnungsbau betrifft, den notwendigen, werden diese Grundprodukte massiv gebraucht und auch jahrzehntelang gebraucht. Und Verfahren dauern eben Jahrzehnte – und deshalb müssen jetzt die Hausaufgaben gemacht werden.“
Es seien vor allem schnellere Genehmigungsverfahren nötig: Denn derzeit dauere es nach einem Antrag bis zu 15 Jahre, bis der Abbau von Rohstoffen in einer neuen Grube tatsächlich beginnen könne. Dasselbe gelte für dringend benötigte Schutt- und Erd-Deponien.
Thomas Reimann, Vorsitzender Bau- und Immobilienausschuss VhU
„Es kann doch nicht die Lösung sein, dass wir mit dem Schiff nach Nordrhein-Westfalen fahren oder mit dem LKW nach Südthüringen, um dort genehmigte Löcher mit unserer Erde aus Hessen zu verfüllen. Das muss sich in Hessen ändern.“
Eine bessere Nutzung der eigenen Ressourcen, niedriger Preise durch kürzerer Wege und mehr eigenen Deponien – das alles sei problemlos möglich. Ehemalige Sand-, Ton- und Kiesgruben seien in der Regel auch kein Schandfleck in der Natur: Sie könnten beispielsweise weiter als Badeseen genutzt werden oder seltenen Tier- und Pflanzenarten eine neue Heimat bieten.
Hessen ist ein rohstoffreiches Land. Im Boden lagern mehr Kies und Sand als hier für den Bau von Häusern und Straßen tatsächlich gebraucht werden. Doch viele Ressourcen bleiben ungenutzt, weil gesetzliche Vorgaben, etwa zum Umweltschutz, den Abbau verhindern. Damit sei das Ziel der Bundesregierung, mindestens 400.000 neue Wohnungen im Jahr zu bauen, nicht zu erreichen – sagt die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände.
Thomas Reimann, Vorsitzender Bau- und Immobilienausschuss VhU
„Wir könnten schneller sein, wenn wir mehr Rohstoffe in der Region abbauen könnten. Wir könnten vor allen Dingen auch günstiger sein. Und diesem Ruf nach bezahlbarem Wohnraum, dem könnte man wieder ein Stück weit gerechter werden.“
Weil viele Rohstoffe in Hessen ungenutzt im Boden verbleiben, müssen rund 35 % der benötigten Mengen von Kies, Sand und Steinen importiert werden. Da Lieferungen aus Russland und der Ukraine zurzeit ganz wegfallen und der Transport per Schiff über den Rhein wegen des Niedrigwassers erheblich gestört ist, werden die begehrten Bau-Rohstoffe immer knapper und teurer – genauso wie Öl und Gas.
Christoph Hagermeier, Vorsitzender Verband der Bau- und Rohstoffindustrie Hessen
„Wir erleben gerade in anderen Rohstoffbereichen, was es heißt, wenn man nicht langfristig denkt, wenn man sich nicht langfristig absichert. Bei allen Projekten, die immer anstehen, alleine zur Erhaltung der Verkehrsinfrastruktur, aber auch, was den Wohnungsbau betrifft, den notwendigen, werden diese Grundprodukte massiv gebraucht und auch jahrzehntelang gebraucht. Und Verfahren dauern eben Jahrzehnte – und deshalb müssen jetzt die Hausaufgaben gemacht werden.“
Es seien vor allem schnellere Genehmigungsverfahren nötig: Denn derzeit dauere es nach einem Antrag bis zu 15 Jahre, bis der Abbau von Rohstoffen in einer neuen Grube tatsächlich beginnen könne. Dasselbe gelte für dringend benötigte Schutt- und Erd-Deponien.
Thomas Reimann, Vorsitzender Bau- und Immobilienausschuss VhU
„Es kann doch nicht die Lösung sein, dass wir mit dem Schiff nach Nordrhein-Westfalen fahren oder mit dem LKW nach Südthüringen, um dort genehmigte Löcher mit unserer Erde aus Hessen zu verfüllen. Das muss sich in Hessen ändern.“
Eine bessere Nutzung der eigenen Ressourcen, niedriger Preise durch kürzerer Wege und mehr eigenen Deponien – das alles sei problemlos möglich. Ehemalige Sand-, Ton- und Kiesgruben seien in der Regel auch kein Schandfleck in der Natur: Sie könnten beispielsweise weiter als Badeseen genutzt werden oder seltenen Tier- und Pflanzenarten eine neue Heimat bieten.









