Kita-Streik – Viele Kindergärten bleiben geschlossen
Bundesweit haben die Beschäftigten kommunaler Kitas heute die Arbeit niedergelegt – auch in Rheinland-Pfalz und Hessen. Dazu aufgerufen hatte die Gewerkschaft ver.di. Hintergrund sind die bislang ergebnislosen Tarifverhandlungen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände. Wegen des Streiks blieben viele Kitas geschlossen. Das kostete Eltern Zeit und Nerven.
So auch Hans Preißl. Der 47-jährige Familienvater ist bei der Stadt Frankfurt angestellt. Und musste heute extra freinehmen. Denn die Kita seines vierjährigen Sohns Robin in der Frankfurter Innenstadt wird bestreikt. Notbetreuung – Fehlanzeige. Den Unmut der Kita-Mitarbeiter kann Hans Preißl verstehen. Und doch ist der Streik eine Belastungsprobe.
Hans Preißl, Städtischer Angestellter
„Ich werd dann einfach die nächsten Tage und die nächsten Wochen ein bisschen länger arbeiten müssen. Um das wieder auszugleichen, dass ich heute nicht mich um die Finanzen der Kläranlage kümmern kann. Und es leidet ja die Wirtschaft insgesamt darunter, wenn die Eltern ausfallen, die Produktionskraft wegfällt.“
Und nicht alle berufstätigen Eltern könnten sich das leisten. So passt Hans Preißl heute auch auf Lasse und Emir auf. Immerhin bei schönem Wetter in einem Frankfurter Schrebergarten.
Nicht weit entfernt gehen am Vormittag rund 1.500 Kita-Beschäftigte und Ganztagsbetreuuer auf die Straße und machen ihrem Ärger Luft über die angespannte Situation in den Kitas.
Javid Maleki Doost, Erzieher aus Offenbach
„Wir arbeiten mit Minimum 25 Kindern in den Gruppen, sind aber nur zu zweit. Dann kommen Krankheitsfälle, Urlaubstage und so weiter und so fort, immer mehr dazu. Aber an der Situation ändert sich für uns trotzdem nichts.“
Virgilio Udasco, Erzieher aus Frankfurt
„Ich bin selbst Familienvater. Wenn man eine Familie hat, reicht der Lohn nicht aus. Und ich spreche für viele, nicht nur für mich.“
Kathrin Strehlow-Bergmann, Kita-Leiterin aus Frankfurt
„On top kommt mittlerweile der Fachkräftemangel. Wir finden für diese Bezahlung und unter diesen Arbeitsbedingungen kaum noch junge Leute, die diesen Beruf ergreifen möchten. Das ist sehr schade.“
Den Arbeitgebern zeigen die Demonstranten heute die rote Karte. Nach zwei ergebnislosen Tarifrunden ist die Gewerkschaft ver.di mit ihrer Geduld am Ende. Und will weiter Druck machen.
Kristin Ideler, Gewerkschaftssekretärin Landesfachbereich Gemeinden ver.di Hessen
„Unser Ziel ist heute, den Arbeitgebern noch mal zu sagen: ‚Es ist fünf nach zwölf; es ist eigentlich schon zu spät – und ihr hattet auch wirklich mehrere Jahre zu handeln beim Fachkräftemangel‘. Ver.di hat mehrere Berichte und Studien dazu veröffentlicht. Und es ist wirklich auch über lange Jahre nichts passiert. Wenn das so weitergeht, dann werden wir wirklich auch eine härtere Gangart in der Auseinandersetzung fahren. Und das haben dann die Arbeitgeber zu verantworten.“
Für die Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienstes fordert ver.di bessere Arbeitsbedingungen, vor allem mehr Geld und mehr Zeit für die pädagogische Arbeit in kleineren Kita-Gruppen.
Auch in Rheinland-Pfalz wird heute lautstark protestiert, so wie hier in Mainz. Die Forderungen von ver.di hält der Kommunale Arbeitgeberverband für überzogen.
Markus Sprenger, Geschäftsführer Kommunaler Arbeitgeberverband Rheinland-Pfalz
„Die Forderungen der Gewerkschaften führen, soweit sie bewertbar sind, dazu, dass es bundesweit um ein Volumen von 500 Millionen Euro geht. Also, es geht um ganz ordentlich viel Geld, speziell für die Gruppe, für die verhandelt wird. Und dafür haben wir kein Verständnis. Und dafür haben auch die Kommunen kein Geld.“
Zu konkreten Gesprächen über bessere Rahmenbedingungen für Kita-Kräfte sei man aber grundsätzlich bereit. Nun müsse sich auch ver.di bewegen. Die dritte Verhandlungsrunde findet Mitte Mai in Potsdam statt.
Hans Preißl hofft auf eine schnelle Einigung der Konfliktparteien und eine Abwendung weiterer Warnstreiks. Auch im Interesse der Eltern.
So auch Hans Preißl. Der 47-jährige Familienvater ist bei der Stadt Frankfurt angestellt. Und musste heute extra freinehmen. Denn die Kita seines vierjährigen Sohns Robin in der Frankfurter Innenstadt wird bestreikt. Notbetreuung – Fehlanzeige. Den Unmut der Kita-Mitarbeiter kann Hans Preißl verstehen. Und doch ist der Streik eine Belastungsprobe.
Hans Preißl, Städtischer Angestellter
„Ich werd dann einfach die nächsten Tage und die nächsten Wochen ein bisschen länger arbeiten müssen. Um das wieder auszugleichen, dass ich heute nicht mich um die Finanzen der Kläranlage kümmern kann. Und es leidet ja die Wirtschaft insgesamt darunter, wenn die Eltern ausfallen, die Produktionskraft wegfällt.“
Und nicht alle berufstätigen Eltern könnten sich das leisten. So passt Hans Preißl heute auch auf Lasse und Emir auf. Immerhin bei schönem Wetter in einem Frankfurter Schrebergarten.
Nicht weit entfernt gehen am Vormittag rund 1.500 Kita-Beschäftigte und Ganztagsbetreuuer auf die Straße und machen ihrem Ärger Luft über die angespannte Situation in den Kitas.
Javid Maleki Doost, Erzieher aus Offenbach
„Wir arbeiten mit Minimum 25 Kindern in den Gruppen, sind aber nur zu zweit. Dann kommen Krankheitsfälle, Urlaubstage und so weiter und so fort, immer mehr dazu. Aber an der Situation ändert sich für uns trotzdem nichts.“
Virgilio Udasco, Erzieher aus Frankfurt
„Ich bin selbst Familienvater. Wenn man eine Familie hat, reicht der Lohn nicht aus. Und ich spreche für viele, nicht nur für mich.“
Kathrin Strehlow-Bergmann, Kita-Leiterin aus Frankfurt
„On top kommt mittlerweile der Fachkräftemangel. Wir finden für diese Bezahlung und unter diesen Arbeitsbedingungen kaum noch junge Leute, die diesen Beruf ergreifen möchten. Das ist sehr schade.“
Den Arbeitgebern zeigen die Demonstranten heute die rote Karte. Nach zwei ergebnislosen Tarifrunden ist die Gewerkschaft ver.di mit ihrer Geduld am Ende. Und will weiter Druck machen.
Kristin Ideler, Gewerkschaftssekretärin Landesfachbereich Gemeinden ver.di Hessen
„Unser Ziel ist heute, den Arbeitgebern noch mal zu sagen: ‚Es ist fünf nach zwölf; es ist eigentlich schon zu spät – und ihr hattet auch wirklich mehrere Jahre zu handeln beim Fachkräftemangel‘. Ver.di hat mehrere Berichte und Studien dazu veröffentlicht. Und es ist wirklich auch über lange Jahre nichts passiert. Wenn das so weitergeht, dann werden wir wirklich auch eine härtere Gangart in der Auseinandersetzung fahren. Und das haben dann die Arbeitgeber zu verantworten.“
Für die Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienstes fordert ver.di bessere Arbeitsbedingungen, vor allem mehr Geld und mehr Zeit für die pädagogische Arbeit in kleineren Kita-Gruppen.
Auch in Rheinland-Pfalz wird heute lautstark protestiert, so wie hier in Mainz. Die Forderungen von ver.di hält der Kommunale Arbeitgeberverband für überzogen.
Markus Sprenger, Geschäftsführer Kommunaler Arbeitgeberverband Rheinland-Pfalz
„Die Forderungen der Gewerkschaften führen, soweit sie bewertbar sind, dazu, dass es bundesweit um ein Volumen von 500 Millionen Euro geht. Also, es geht um ganz ordentlich viel Geld, speziell für die Gruppe, für die verhandelt wird. Und dafür haben wir kein Verständnis. Und dafür haben auch die Kommunen kein Geld.“
Zu konkreten Gesprächen über bessere Rahmenbedingungen für Kita-Kräfte sei man aber grundsätzlich bereit. Nun müsse sich auch ver.di bewegen. Die dritte Verhandlungsrunde findet Mitte Mai in Potsdam statt.
Hans Preißl hofft auf eine schnelle Einigung der Konfliktparteien und eine Abwendung weiterer Warnstreiks. Auch im Interesse der Eltern.









