Wie läuft die Aufnahme der Flüchtlinge?
Es sind die Kommunen, die die Flüchtlinge vor Ort aufnehmen und versorgen müssen. Wir waren heute in Rheinland-Pfalz und Hessen unterwegs, um uns die Lage anzuschauen.
Vor knapp einem Monat ist Nataliia Kravchak selbst als Geflüchtete aus der Ukraine hierher nach Speyer gekommen. Jetzt betreut sie rund 180 Menschen in der Aufnahmeeinrichtung als Dolmetscherin.
Nataliia Kravchak, Dolmetscherin
„Ich habe gesagt im ersten Moment: ‚Wann kann ich nützlich sein mit meiner nicht perfekten deutschen Sprache?‘. Auf jeden Fall wollte ich meinen Leuten helfen. Ich bin glücklich hier. Diese Leute sind für mich genauso wie eine zweite Familie.“
Sie ist eine von mehr als 300.000 Menschen, die seit Ausbruch des Krieges von der Ukraine nach Deutschland geflohen sind. Viele kommen bei Verwandten oder privaten Helfern unter. Die Anderen verteilen die Bundesländer auf ihre Aufnahmeeinrichtungen. In Rheinland-Pfalz sind aktuell rund 18.000 ukrainische Flüchtlinge registriert.
Katharina Binz, Integrationsministerin Rheinland-Pfalz
„Wir haben in kurzer Zeit unsere Kapazitäten in den Landesaufnahmeeinrichtungen jetzt verdoppeln können. Das sieht man eben hier ganz schön. Und auf der anderen Seite haben wir natürlich auch in den Kommunen ganz, ganz viele Kapazitäten, die zum Teil eben kommunalen Unterkünfte, die dort schon bestanden haben.“
Dennoch ist ein Problem, dass die Kriegsflüchtlinge vor allem in den Ballungsräumen leben. Unterbringung, Sprachkurse, Kitaplätze – das alles ist teuer und für die Städte ein großer organisatorischer Aufwand.
Jürgen Dieter, Geschäftsführender Direktor des Hessischen Städtetages
„Der Drang in die Großstädte ist groß, auch weil viele großstädtisches Leben gewohnt sind, aber wir können in den Großstädten allein die Unterbringung nicht regeln, sie müssen verteilt werden nach gerechten Maßstäben.“
Die Städte und Gemeinden wissen allerdings gar nicht, wie viele ukrainische Flüchtlinge genau bei ihnen leben, denn diese können ohne Visum einreisen und müssen sich nicht anmelden.
Jürgen Dieter, Geschäftsführender Direktor des Hessischen Städtetages
„Wir fordern vom Bund ein System, dass das Registrieren zu einem möglichst frühen Zeitpunkt einsetzen lässt. Einfach deshalb, damit wir möglichst früh Bescheid wissen über das, was auf uns zukommt.“
Auch was die Kosten angeht, gibt es noch viele Fragezeichen. Um die Integration zu erleichtern, können geflüchtete Kinder in sogenannten Intensivklassen am Schulunterricht teilnehmen. Zurzeit nutzen das in Hessen rund 3.300 ukrainische Kinder. Das hessische Schulsystem sei gut darauf vorbereitet, sagt Kultusminister Alexander Lorz.
Alexander Lorz, Kultusminister Hessen
„Wir haben unser Intensivsprachförderkonzept, das wir bereits bei dem großen Zustrom von Geflüchteten in den Jahren 2015 und ’16 eingesetzt haben und seitdem mit sehr, sehr viel Erfolg einsetzen. Wir haben jetzt hier die zusätzliche Anforderung, dass wir das versuchen müssen, mit den Anstrengungen der Ukraine, ihre Kinder und Jugendlichen quasi nach dem eigenen Bildungssystem auch online zu beschulen, jedenfalls in den weiterführenden Schulen, dass damit irgendwie kompatibel zu machen.“
Fest steht: es werden noch viele weitere Flüchtlinge aus der Ukraine kommen. Nataliia Kravchak wird also weiter genug zu tun haben.
Vor knapp einem Monat ist Nataliia Kravchak selbst als Geflüchtete aus der Ukraine hierher nach Speyer gekommen. Jetzt betreut sie rund 180 Menschen in der Aufnahmeeinrichtung als Dolmetscherin.
Nataliia Kravchak, Dolmetscherin
„Ich habe gesagt im ersten Moment: ‚Wann kann ich nützlich sein mit meiner nicht perfekten deutschen Sprache?‘. Auf jeden Fall wollte ich meinen Leuten helfen. Ich bin glücklich hier. Diese Leute sind für mich genauso wie eine zweite Familie.“
Sie ist eine von mehr als 300.000 Menschen, die seit Ausbruch des Krieges von der Ukraine nach Deutschland geflohen sind. Viele kommen bei Verwandten oder privaten Helfern unter. Die Anderen verteilen die Bundesländer auf ihre Aufnahmeeinrichtungen. In Rheinland-Pfalz sind aktuell rund 18.000 ukrainische Flüchtlinge registriert.
Katharina Binz, Integrationsministerin Rheinland-Pfalz
„Wir haben in kurzer Zeit unsere Kapazitäten in den Landesaufnahmeeinrichtungen jetzt verdoppeln können. Das sieht man eben hier ganz schön. Und auf der anderen Seite haben wir natürlich auch in den Kommunen ganz, ganz viele Kapazitäten, die zum Teil eben kommunalen Unterkünfte, die dort schon bestanden haben.“
Dennoch ist ein Problem, dass die Kriegsflüchtlinge vor allem in den Ballungsräumen leben. Unterbringung, Sprachkurse, Kitaplätze – das alles ist teuer und für die Städte ein großer organisatorischer Aufwand.
Jürgen Dieter, Geschäftsführender Direktor des Hessischen Städtetages
„Der Drang in die Großstädte ist groß, auch weil viele großstädtisches Leben gewohnt sind, aber wir können in den Großstädten allein die Unterbringung nicht regeln, sie müssen verteilt werden nach gerechten Maßstäben.“
Die Städte und Gemeinden wissen allerdings gar nicht, wie viele ukrainische Flüchtlinge genau bei ihnen leben, denn diese können ohne Visum einreisen und müssen sich nicht anmelden.
Jürgen Dieter, Geschäftsführender Direktor des Hessischen Städtetages
„Wir fordern vom Bund ein System, dass das Registrieren zu einem möglichst frühen Zeitpunkt einsetzen lässt. Einfach deshalb, damit wir möglichst früh Bescheid wissen über das, was auf uns zukommt.“
Auch was die Kosten angeht, gibt es noch viele Fragezeichen. Um die Integration zu erleichtern, können geflüchtete Kinder in sogenannten Intensivklassen am Schulunterricht teilnehmen. Zurzeit nutzen das in Hessen rund 3.300 ukrainische Kinder. Das hessische Schulsystem sei gut darauf vorbereitet, sagt Kultusminister Alexander Lorz.
Alexander Lorz, Kultusminister Hessen
„Wir haben unser Intensivsprachförderkonzept, das wir bereits bei dem großen Zustrom von Geflüchteten in den Jahren 2015 und ’16 eingesetzt haben und seitdem mit sehr, sehr viel Erfolg einsetzen. Wir haben jetzt hier die zusätzliche Anforderung, dass wir das versuchen müssen, mit den Anstrengungen der Ukraine, ihre Kinder und Jugendlichen quasi nach dem eigenen Bildungssystem auch online zu beschulen, jedenfalls in den weiterführenden Schulen, dass damit irgendwie kompatibel zu machen.“
Fest steht: es werden noch viele weitere Flüchtlinge aus der Ukraine kommen. Nataliia Kravchak wird also weiter genug zu tun haben.









