Keine neuen Wohnungen wegen Förderstopp
Für viele Häuslebauer war die Nachricht ein Schock: Mit sofortiger Wirkung hatte die neue Bundesregierung KfW-Förderprogramme für den Bau energieeffizienter Gebäude gestoppt. Und zwar rückwirkend – und obwohl die Frist dafür erst eine Woche später ablaufen sollte. Heute ist Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck teilweise zurückgerudert: Er kündigte an, dass alle Anträge, die bis zum 24. Januar eingegangen sind, nun doch noch bearbeitet werden sollen. Trotzdem hat die verkürzte Frist nicht nur Tausende private Bauherren, sondern auch viele Kommunen kalt erwischt: Wie etwa Hofheim im Taunus, die gleich mehrere große Wohnbauprojekte wohl erstmal auf Eis legen muss.
Hofheim, Höchster Straße – zwischen dem Finanzamt und der Feuerwache: Genau hier sollten schon bald vier neue, hoch energieeffiziente Wohnhäuser entstehen. Mit insgesamt 60 Wohnungen, die meisten davon sozial gefördert. Die ersten Rodungsarbeiten sind bereits abgeschlossen. Doch jetzt wird hier vermutlich erstmal nichts mehr passieren – wie bei allen aktuellen Wohnbauprojekten der Stadt. Denn die Fördergelder des Bundes konnten wegen der plötzlichen Fristverkürzung nicht mehr rechtzeitig beantragt werden – waren aber im Etat bereits fest eingeplant.
Norman Diehl, Geschäftsführer Hofheimer Wohnbaugesellschaft
„Die Planung für diese Projekte laufen seit über einem Jahr. Wir reden in Hofheim von einem Volumen von über 50 Millionen Euro, davon rund 20 Millionen Euro KfW-Fördermittel.“
Auch Hofheims Bürgermeister Christian Vogt ist entsetzt über die Entscheidung von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, die Förderung von energieeffizienten Neubauten von jetzt auf gleich auszusetzen. Denn in der Stadt werde neuer Wohnraum dringend benötigt.
Christian Vogt, CDU, Bürgermeister Hofheim
„Also, das ist eine katastrophale Entscheidung für uns als Kommune. Aber natürlich auch für jeden privaten Häuslebauer. Für uns als Kommune ist es besonders schwierig. Wir haben in den nächsten Jahren 130 Wohneinheiten zu bauen durch unsere städtische Wohnungsbaugesellschaft. Wir wollen sozial geförderten Wohnungsbau. Und das geht natürlich auch einher mit einer KfW-Förderung. Wenn das jetzt alles wegfällt, dann weiß ich nicht, wie wir unsere Ziele erreichen können.“
400.000 neue Wohnungen im Jahr – so das Ziel der neuen Bundesregierung, festgeschrieben im Koalitionsvertrag. Und nun plötzlich die Vollbremsung bei den Fördermitteln? Für den Bürgermeister passt das alles nicht zusammen.
Christian Vogt, CDU, Bürgermeister Hofheim
„Zweifelsfrei – es ist ein Fehlstart der neuen Bundesregierung. Man muss aber auch den Stolz haben, Fehler halt einfach zurückzunehmen. Fehler auch einzugestehen. Und dann entsprechend auch neue Förderprogramme auf den Weg zu bringen.“
Tatsächlich ließ die Bundesregierung heute verlauten, dass man bereits an neuen Förderprogrammen arbeite. In Hofheim hofft man nun, dass das nicht zu lange dauert.
Denn wie wohl noch nie zuvor heißt es dieser Tage am Bau: Zeit ist Geld.
Norman Diehl, Geschäftsführer Hofheimer Wohnbaugesellschaft
„Wir haben eine Situation von hoher Inflation. Wir haben Baukostensteigerungen von über 12 % im Jahr. Das heißt – jeder verlorene Monat kostet uns 1 %. Bei einem Projekt hier – 20 Millionen Euro – kostet mich das Projekt jeden Monat 200.000 Euro mehr.“
Geld, das die Stadt Hofheim nicht hat – schon gar nicht, wenn die Bundesregierung ihre Fördertöpfe nicht schnell wieder öffnet.
Hofheim, Höchster Straße – zwischen dem Finanzamt und der Feuerwache: Genau hier sollten schon bald vier neue, hoch energieeffiziente Wohnhäuser entstehen. Mit insgesamt 60 Wohnungen, die meisten davon sozial gefördert. Die ersten Rodungsarbeiten sind bereits abgeschlossen. Doch jetzt wird hier vermutlich erstmal nichts mehr passieren – wie bei allen aktuellen Wohnbauprojekten der Stadt. Denn die Fördergelder des Bundes konnten wegen der plötzlichen Fristverkürzung nicht mehr rechtzeitig beantragt werden – waren aber im Etat bereits fest eingeplant.
Norman Diehl, Geschäftsführer Hofheimer Wohnbaugesellschaft
„Die Planung für diese Projekte laufen seit über einem Jahr. Wir reden in Hofheim von einem Volumen von über 50 Millionen Euro, davon rund 20 Millionen Euro KfW-Fördermittel.“
Auch Hofheims Bürgermeister Christian Vogt ist entsetzt über die Entscheidung von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, die Förderung von energieeffizienten Neubauten von jetzt auf gleich auszusetzen. Denn in der Stadt werde neuer Wohnraum dringend benötigt.
Christian Vogt, CDU, Bürgermeister Hofheim
„Also, das ist eine katastrophale Entscheidung für uns als Kommune. Aber natürlich auch für jeden privaten Häuslebauer. Für uns als Kommune ist es besonders schwierig. Wir haben in den nächsten Jahren 130 Wohneinheiten zu bauen durch unsere städtische Wohnungsbaugesellschaft. Wir wollen sozial geförderten Wohnungsbau. Und das geht natürlich auch einher mit einer KfW-Förderung. Wenn das jetzt alles wegfällt, dann weiß ich nicht, wie wir unsere Ziele erreichen können.“
400.000 neue Wohnungen im Jahr – so das Ziel der neuen Bundesregierung, festgeschrieben im Koalitionsvertrag. Und nun plötzlich die Vollbremsung bei den Fördermitteln? Für den Bürgermeister passt das alles nicht zusammen.
Christian Vogt, CDU, Bürgermeister Hofheim
„Zweifelsfrei – es ist ein Fehlstart der neuen Bundesregierung. Man muss aber auch den Stolz haben, Fehler halt einfach zurückzunehmen. Fehler auch einzugestehen. Und dann entsprechend auch neue Förderprogramme auf den Weg zu bringen.“
Tatsächlich ließ die Bundesregierung heute verlauten, dass man bereits an neuen Förderprogrammen arbeite. In Hofheim hofft man nun, dass das nicht zu lange dauert.
Denn wie wohl noch nie zuvor heißt es dieser Tage am Bau: Zeit ist Geld.
Norman Diehl, Geschäftsführer Hofheimer Wohnbaugesellschaft
„Wir haben eine Situation von hoher Inflation. Wir haben Baukostensteigerungen von über 12 % im Jahr. Das heißt – jeder verlorene Monat kostet uns 1 %. Bei einem Projekt hier – 20 Millionen Euro – kostet mich das Projekt jeden Monat 200.000 Euro mehr.“
Geld, das die Stadt Hofheim nicht hat – schon gar nicht, wenn die Bundesregierung ihre Fördertöpfe nicht schnell wieder öffnet.









