CDU-Kreisvorsitzende sprechen sich für Mitgliederbefragung aus
Wir wollen mehr beteiligt werden. Das wird auf dem Treffen der CDU-Kreisvorsitzenden deutlich. Eine klare Mehrheit spricht sich für den Vorschlag aus, den Nachfolger des bisherigen Vorsitzenden Armin Laschet per Mitgliederbefragung zu ermitteln. Neuland für die CDU. Patrick Poss, Kreisvorsitzender der CDU Rhein-Pfalz, ist zufrieden mit dem Verlauf der Konferenz am Wochenende. Er hatte bereits im Vorfeld das Votum seiner Mitglieder abgefragt.
Patrick Poss, CDU, Vorsitzender Kreisverband Rhein-Pfalz: „Meine Umfrage hat klar ergeben, dass meine Mitglieder sich eben die Mitgliederbefragung wünschen. Und zwar auch eine bindende Mitgliederbefragung. // Und was wir auch haben ist, dass eine Doppelspitze – das habe ich auch bewusst abgefragt – sehen wir nicht als geeignet an, weil es muss eigentlich schon jemand sein, der die Partei an der Stelle führt. Auch ne klare Linie vorgibt. Und da war auch ein ganz deutliches Ergebnis, dass wir keine Doppelspitze sondern das weiterhin in einer Hand sein soll.“
Stephanie Lohr, eine von nur 5 weiblichen CDU-Kreisvorsitzenden in Rheinland-Pfalz, wünscht sich dagegen ausdrücklich eine Doppelspitze. Einen Mann und eine Frau.
Stephanie Lohr, CDU, Vorsitzende Kreisverband Worms-Stadt: „Ich möchte jetzt noch gar keinen Namen nennen, mir ist es nur wichtig, dass wir das nicht übers Knie brechen. Dass wir die Mitglieder mit einbeziehen, dass die Kandidaten sich vorstellen und, dass der Prozess transparent und nachvollziehbar ist und nicht wieder der Eindruck vermittelt wird, dass es im Hinterzimmer von einzelnen einen Plan haben und der steht schon bevor eigentlich die eigentliche Wahl stattgefunden hat.“
Rudolf Jacob, Vorsitzender des CDU-Kreisverbands Donnersberg hat dagegen einen klaren Favoriten: Den Wirtschaftsexperten Friedrich Merz. Doch es gehe nicht nur um einen frischen Wind an der Spitze, sondern auch eine inhaltliche Erneuerung.
Rudolf Jacob, CDU, Vorsitzender Kreisverband Donnersberg: „Von daher glaube ich, dass es für die CDU am Wichtigsten ist wieder im besten Sinne, bürgerlich konservativ, in der Mitte der Gesellschaft sich zu positionieren, denn es wird aus meiner Sicht nicht erfolgreich sein, wenn man versucht ökologischer als die Grünen, sozialer als die Linken oder rechter als die AfD zu sein. Also von daher gehört die CDU in die Mitte der Gesellschaft mit entsprechend verlässlichen Positionen.“
Eine schnelle Entscheidung – dabei die Basis nicht überrumpeln. Es wird ein Drahtseilakt, den die CDU nun zu bewältigen hat. Das weitere Vorgehen soll morgen auf einer Sondersitzung des Parteivorstands beschlossen werden. Dann wird sich zeigen, ob die Partei wirklich ein neues Kapitel aufschlägt und mit wem.









